Die 15 besten Serien 2022: Das sind die Highlights bisher | © NBCUniversal

Die 15 besten Serien 2022: Das sind die Highlights bisher

Diese Serien-Highlights quer durch alle Streaming-Plattformen haben uns in diesem Jahr bisher am meisten begeistert.

Die Serien-Flut bricht auch 2022 nicht ab. Netflix liefert Serien-Stoff wie am Fließband aus Ländern rund um den Globus. Neben Stangenware aus Südkorea, Spanien, Polen und sonstigen Exoten wie Südafrika sind bei dieser Fülle auch immer wieder unerwartete Perlen dabei. Nicht ganz unerwartet liefert Netflix hingegen das Serien-Highlight des bisherigen Jahres mit der vierten Staffel von "Stranger Things"

Amazon Prime Video, Disney+, AppleTV+ und Sky (aka WOW) haben sich redlich bemüht, mit dem Streaming-Giganten Netflix mitzuhalten – und auch einige Top-Serien abgeliefert. Hier wollen wir dir einen schnellen Überblick quer durch alle Streaming-Plattformen und Genres verschaffen und haben uns daher auf überschaubare 15 Serien-Highlights beschränkt. Das sind unsere 15 Lieblingsserien des bisherigen Jahres 2022, die uns bisher gepackt oder sogar begeistert haben. 

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15. The Woman in the House Across the Street from the Girl in the Window, Staffel 1 (Netflix)

Jede Episode dieser Crime-Thriller-Serie dauert nur knapp 30 Minuten. Aber das ist nicht die einzige erfrischende Besonderheit. Auf den ersten Blick handelt es sich um eine typische Krimi-Serie, die an Hitchcocks "Das Fenster zum Hof" (1954) oder noch mehr an den Film "The Woman in the Window" (2021) erinnert: Seit dem gewaltsamen Tod ihrer Tochter lebt Anna Whitaker (Kristen Bell) allein in ihrem Haus. Ihre Ehe ist zerbrochen, sie trinkt viel zu viel Alkohol und nimmt dazu auch noch Medikamente ein. Als im Haus gegenüber der attraktive Witwer Neil (Tom Riley) mit seiner kleinen Tochter Emma einzieht, weckt er ihr Interesse. Sie versucht sich mit ihm anzufreunden. Doch dann glaubt sie, Zeugin eines Mordes in Neils Haus geworden zu sein. Da der verwirrten Frau niemand glaubt, forscht sie selbst nach.

Was nun folgt, ist ein hemmungsloser Zickzack-Kurs? Kaum meint Anna und das Publikum etwas zu wissen, biegt die Handlung in die andere Richtung ab. Plausibilität spielt dabei keine Rolle. Wie in einer Seifenoper folgt eine haarsträubende Wendung auf die andere. Sobald dieser Mix aus Soap & Crime einmal verdaut ist, entwickelt die Serien aber einen unerwartet schwarzhumorigen Unterhaltungswert. 

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14. Heartstoppers, Staffel 1 (Netflix)

In der queeren Coming-of-Age-Serie verlieben sich der sanftmütige und offen schwule Charlie (Joe Locke) und der Rugby-Spieler Nick (Kit Connor) unerwarteterweise ineinander als sie in der Schule nebeneinandergesetzt werden. Die Story, basierend auf dem gleichnamigen Webcomic und den Graphic Novels von Alice Oseman, zeichnet ein einfühlsames Bild über Liebe und die Ups & Downs des Lebens in der LGBTQ-Community und überzeugt vor allem dank der guten Besetzung. Netflix hat bereits eine zweite und dritte Staffel bestellt. 

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13. Slow Horses, Staffel 1 (AppleTV+)

Im Mittelpunkt dieses schwarzhumorigen Agenten- und Spionage-Serie auf Basis der gleichnamigen Romane von Mick Herron steht eine Sonderabteilung des britischen Geheimdienstes MI5. Dort tummelt sich aber nicht die Elite der Doppelnull-Agenten vom Format eines James Bond. Im Gegenteil: Wer ins "Slough House" unter der Leitung des Zynikers Jack Lamb (Gary Oldman) versetzt wird, kann seine Hoffnungen auf eine steile Agentenkarriere begraben. Genau damit will sich aber River Cartwright (Jack Lowden), Enkel eines legendären Geheimagenten, nicht abfinden. Er nutzt die erstbeste Gelegenheit, um seine Reputation wiederherstellen. Dabei bläst ihm aber heftiger Gegenwind aus der Chefetage entgegen, denn Diana Taverner (Kristin Scott Thomas) ist das "Slough House" schon lange ein Dorn im Auge.

"Slow Horses" überzeugt, weil es eben keine Parodie im Stil "Johnny English" ist, sondern ein gelungener Mix aus klassischem Agententhriller und schwarzhumoriger Workplace-Komödie mit viel Humor und bissigen Dialogen.

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12. Archive 81, Staffel 1 (Netflix)

Stimmige Mystery-Gruselserie rund um den Archivar Dan Turner (Mamoudou Athie), der ein Experte im Restaurieren alter und beschädigter Videokassetten ist. Eines Tages bekommt er von einer mysteriösen Firma den lukrativen Auftrag, in einer abgelegenen Einrichtung eine Sammlung von Videokassetten aus dem Jahr 1994 wiederherzustellen. Dabei handelt es sich um Aufnahmen für eine nie fertiggestellte Dokumentation von Melody Pendras (Dina Shihabi) über das Visser-Haus, das ebenfalls im gleichen Jahr abbrannte. Im Zuge seiner Arbeit an den Filmaufnahmen erfährt Dan immer mehr über Melody, das Gebäude und die Vorfälle darin. Gekonnt baut die Serie mit Found-Footage-Elementen und verschiedenen Zeitebenen eine schaurige Stimmung auf. Tatsächlich tritt Dan auf übernatürliche Weise in Kontakt mit Melody.

Leider bleibt das Ende offen, denn Netflix hat die Serie nach einer Staffel eingestellt. Wer wissen will, wie's weitergeht, kann allerdings auf den gleichnamigen Podcast umsteigen, der bereits drei Staffeln hat. 

Severance_S1_AppleTV_01 | © AppleTV

11. Severance, Staffel 1 (AppleTV+)

Dieser Psychothriller zeichnet – nicht ohne Humor – ein kafkaeskes, aber dennoch wiedererkennbares Zerrbild einer schaurigen Work-Life-Balance bei einem Technologiekonzern. Wer bei Lumon Industries am "Severance Floor" arbeitet, kann sich am Arbeitsplatz nicht an sein Privatleben erinnern und zuhause nicht daran, was er in der Arbeit gemacht hat. Durch ein freiwilliges Implantat wird das berufliche Ich, der "Innie", vollkommen vom Ballast des Privatlebens ("Outie") befreit – und umgekehrt. Der Durchschnittstyp Mark Scout (Adam Scott) hat sich dieser Prozedur auch unterzogen. Als sich eine Kollegin nicht in die vorgesehene Rolle fügen will und dann auch noch ein Kollege verschwindet, dämmert dem privaten Mark allmählich, dass sein Arbeitgeber vielleicht etwas zu verbergen hat.

Die dystopische Geschichte von "Severance" überzeugt dank großartiger Besetzung (neben Scott auch Patricia Arquette, John Turturro, Zach Cherry und Christopher Walken) und eingestreuter Satire-Elemente, die das dystopische Szenario noch glaubwürdiger und umso schauriger machen.

Single-Drunk-Female_1GCG01_Disney | © Disney

10. Single Drunk Female, Staffel 1 (Disney+)

"Single Drunk Female" ist aus unserer Sicht der überraschende Serien-Geheimtipp auf Disney+ in diesem Jahr. Die Serie beeindruckt mit der liebeswerten und humorvollen Art und Weise wie die Geschichte der 28-jährigen Alkoholikerin Samantha Fink (Sofia Black-D’Elia) erzählt wird. Nach einer Bewährungsstrafe muss sie nicht nur zu ihrer Mutter ziehen, sondern an einem knallharten Entzugsprogramm teilnehmen. Auf ihrem Weg aus der Alkoholsucht muss Samantha erst wieder lernen wie soziales Leben – Feiern, Tanzen, Dates – ohne Hochprozentiges funktioniert. Das hätte ein schwermütiges Drama werden können. Es ist aber eine amüsante Komödie geworden, die manchmal an die Amazon-Serie "Fleabag" erinnert. Nicht ganz so subversiv, aber durchaus schwarzhumorig und höchst unterhaltsam. Eine zweite Staffel ist bereits in Planung.

Chucky_Syfy_01 | © NBCUniversal

9. Chucky, Staffel 1 (SYFY)

Fans des Horror-Puppe "Chucky" werden von der Serie begeistert sein, die frischen Wind in das Kino-Franchise bringt. Die Serie des US-Senders SYFY ist kein Serien-Reboot, sondern eine Fortsetzung der Filmreihe, hinter der auch Produzent und "Chucky"-Schöpfer Don Mancini steckt. In der Kleinstadt Hackensack kauft der 14-jährige Jake Wheeler (Zackary Arthur) eine der besessenen "Good Guy"-Puppen am Flohmarkt. In der Schule wird der schwule Teenager gemobbt. Ganz besonders Lexy (Alyvia Alyn Lind), die Freundin seines Cousins Junior (Teo Briones), hat es auf ihn abgesehen. Auch zuhause hat er es nicht leicht. Sein Vater neigt zu übermäßigem Alkoholkonsum und Gewaltausbrüchen. Doch bald nimmt Chucky all jene in sein mörderisches Visier, die seinem neuen Besitzer zu nahe treten. Das ist der Auftakt zu einem Mordsspaß mit Cameo-Auftritten alter Bekannter aus den Filmen. 

Inventing-Anna_104_Unit_05503R | © Netflix

8. Inventing Anna, Miniserie (Netflix)

Im Mittelpunkt dieser "True Event"-Miniserie steht die russisch-deutsche Hochstaplerin Anna Sorokin, gespielt von Julia Garner ("Ozark"). Star-Produzentin Shonda Rhimes, bekannt für Hit-Serien wie "Bridgerton" und "Grey's Anatomy", hat aus einem Artikel des New York Magazine eine fiktionale Version der Geschichte gemacht: Zwischen 2013 und ihrer Verhaftung im Jahr 2017 erleichtert die Instagram-Influencerin unter dem Pseudonym Anna Delvey die New Yorker Mode-, Kunst- und Startup-Society um ein kleines Vermögen. In der Serie will die Reporterin Vivian Kent (Anna Chlumsky) die Geschichte der populären Hochstaplerin erzählen. Zwischen ihr und Anna entwickelt sich eine Hassliebe. 

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7. Pam & Tommy, Miniserie (Disney+)

Das wohl berühmtest Sextape aller Zeiten steht im Mittelpunkt dieser achtteilige Miniserie, die Regisseur Craig Gillespie ("I, Tonya", "Lars und die Frauen") mit großartiger Besetzung, viel Humor und einem stimmigen Soundtrack erzählt: 1995 drehen "Baywatch"-Schönheit Pamela Anderson (Lily James) und "Mötley Crüe"-Rockstar Tommy Lee (Sebastian Stan) ein privates Pornovideo, das an die Öffentlichkeit gelangt und im damals noch jugendlichen Internet zum Renner wird. Seth Rogen ("Bad Neighbors") spielt den Handwerker, der das Video geklaut hat. Die Miniserie ist auch ein Lehrstück über die schleichende Untergrabung der Privatsphäre durch das Internet – eine Entwicklung, die seit den 90er-Jahren an Brisanz noch zugelegt hat. 

Marvelous-Mrs-Maisel_serie_Amazon_03 | © Amazon Studios

6. The Marvelous Mrs. Maisel, Staffel 4 (Prime Video)

Vor vier Jahren wurde Miriam "Midge" Maisel (Rachel Brosnahan) von ihrem Ehemann Joel Maisel (Michael Zegen) verlassen. Anstatt ihren Ehemann zurückzuerobern (wie von ihren großbürgerlichen, jüdischen Eltern angeregt), ging Midge daran die Stand-Up-Comedy-Bühnen von New York im Sturm zu erobern. In der vierten Staffel stemmt sie sich wieder mit einer ebenso liebenswerten wie enervierenden Redseligkeit gegen gesellschaftliche Konventionen im Amerika der frühen 60er-Jahre. Immer wieder verplappert sie sich dabei, muss Rückschläge in Kauf nehmen – aber deshalb aufgeben? Kommt nicht in die Tüte! Darum heißt es auch in dieser hochamüsanten Staffel wieder: "Tits up!"

In der ebenso witzigen wie intelligenten Hit-Serie schafft Showrunnerin Amy Sherman-Palladino wie schon in "Gilmore Girls" einen Mikrokosmos aus schrulligen Figuren mit Ecken und Kanten, die man einfach lieben muss. In der kommenden fünften Staffel fällt jedoch der letzte Vorhang für die wunderbare Mrs. Maisel.

Hit-Monkey_4x5_KeyArt_postercut | © Disney

5. Hit-Monkey, Miniserie (Disney+)

Diese witzig-durchgeknallte Anime-Serie für Erwachsene spielt lose in der Welt der Marvel-Superhelden und basiert auch auf einem gleichnamigen Comic von Daniel Way: Hit-Monkey ist ein japanischer Schneeaffe mit gewissen Wut-Problemen und bemerkenswerten Killer-Skills, die er sich vom desillusionierten Auftragskiller Bryce abgeschaut hat. Als Bryce und seine gesamte Affenhorde von Auftragskillern ermordet wird, begibt sich Hit-Monkey auf einen ebenso blutigen wie amüsanten Rachefeldzug durch die Unterwelt Tokyos, begleitet vom ständig quasselnden Geist des toten Bryce als sein Mentor – oder doch nur sein Sidekick? Kurzweilige, aber mitreißende Anime-Serie mit hohem Binge-Watching-Faktor für Fans von turbulenter Gangster-Action.

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4. Reacher, Staffel 1 (Prime Video)

Mit "Reacher" ist Amazon ein überraschend guter Action-Krimi auf Basis der "Jack Reacher"-Romane von Lee Child gelungen. Alan Ritchson ("Titans", "Blood Drive") ist die perfekte Besetzung für den wortkargen Hünen Jack Reacher – hat man ihn einmal als Reacher gesehen, bleibt Tom Cruise in derselben Rolle in den "Jack Reacher"-Filmen nur noch als krasse Fehlbesetzung in Erinnerung. Der ehemalige Militärpolizist wird auf der Durchreise in der Kleinstadt Margrave wegen Mordes verhaftet. Bald stellt sich heraus, dass Reacher nicht der Mörder ist. Aber eine sehr persönliche Verbindung lässt ihn in dem Fall selbst ermitteln. Von der örtlichen Polizistin Roscoe Conklin (Willa Fitzgerald) bekommt er Unterstützung. Bei seinen Ermittlungen sorgt der Mann für Unruhe und mehr Action als das verschlafene Städtchen üblicherweise gewöhnt ist. "Reacher" ist eine an sich recht konventionelle Krimi-Serie, die sich durch gute Action-Einlagen hervorhebt.

The-Boys_Amazon_03 | © Amazon

3. The Boys, Staffel 3 (Prime Video)

Billy Butcher (Karl Urban) und seine Boys sind wieder zurück, um den dekadenten "Supes" des skrupellosen Konzerns Vought Einhalt zu gebieten. Der Kampf geht in die dritte Runde und es sieht nicht gut aus: Der unbesiegbare Homelander (Antony Starr) gerät immer mehr außer Kontrolle und zieht auch bei Vought immer mehr die Strippen. Bisher hat ihn sein Drang, von der Öffentlichkeit geliebt zu werden, einigermaßen im Zaum gehalten. Doch seit er die stets benachteiligte Trump-Wählerschaft für sich entdeckt hat, wagt er sich immer mehr aus der Deckung. Die Zeit drängt. Butcher und Hughie (Jack Quaid) müssen eine Möglichkeit finden, Homelander aufzuhalten. In Russland hoffen sie eine Waffe zu finden, die selbst Homelander zur Strecke bringen kann.

Die dritte Staffel ist eine smarte Abhandlung der Trump-Ära und glänzt erneut mit einer spannenden Story und starken Charakteren, garniert mit brutaler Action, schmutziger Sprache und nackter Haut. "The Boys" ist und bleibt das "Game of Thrones" der Superhelden-Serien.

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2. Yellowjackets, Staffel 1 (Sky)

"Yellowjackets" lief schon zum Jahreswechsel bei Sky, aber die Erinnerung an die großartige Mystery-Serie ist frisch und die Sehnsucht nach einer Fortsetzung groß: Auf den ersten Blick erinnert die Serie an die Kultserie "Lost", nur stürzt das Flugzeug hier nicht auf einer tropischen Insel ab, sondern irgendwo im Nirgendwo der kanadischen Wälder. Dort, im finsteren Wald, muss eine jugendliche Damen-Fußball-Mannschaft ganze 19 Monate auf sich alleine gestellt überleben. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen in den Jahren 1996 und 2021 aus der Sicht der vier Überlebenden Shauna, Taissa, Natalie und Misty erzählt. Anders als in "Lost" wissen wir also, was aus den Überlebenden geworden ist.

Die mysteriöse Erzählweise der Serie schlägt allerdings einen Haken nach dem anderen. Was ist aus den anderen Mädchen geworden? Es wird suggeriert, dass die Gruppe nur durch Kannibalismus überlebt hat. Aber ist das wirklich so?

Die großartig inszenierte Mystery-Serie spielt mit der Wahrnehmung der Zuschauer und deutet immer wieder auch Übernatürliches an: Die gezeigten Bilder und Sichtweisen sind mit Vorsicht zu genießen. Sie bilden nur die Sichtweise der jeweiligen Person ab oder zeigen nicht den gesamten Kontext. Das macht "Yellowjacket" zu einer Achterbahnfahrt, bei der nach jeder Kurve eine neue Überraschung wartet.

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1. Stranger Things, Staffel 4 (Netflix)

Der Serienhit der Duffer Brothers hat auch diesmal wieder abgeliefert. Nach einer verlängerten Wartezeit aufgrund der Pandemie tauchte endlich der böse Mastermind im Hintergrund auf. Meisterhaft schließt die vierte Staffel den Kreis zur ersten und zieht mit Vecna einen Schurken mit Persönlichkeit aus dem Hut. Wieder gibt es zahlreiche Verweise auf Horrorfilme der 80er-Jahre, allen voran "Nightmare on Elm Street", aber es steckt auch einiges von Pinhead im neuen Obermonster von "Stranger Things". Die Gang muss wieder alles geben, um die Pforten zur Höllendimension Upside-Down zu schließen. Wieder teilt sich die Gang in mehrere Gruppen auf. Es gibt auch Opfer.

Alles wie gehabt, aber trotzdem kein bisschen langweilig. Natürlich könnten man schon anmerken, dass vor allem der Handlungsstrang in Russland völlig absurd ist. Aber das stört nicht weiter. Während des Schauens funktioniert "Stranger Things" wie ein überlanger Film, der dennoch im Fluge vergeht. Von den längeren Episoden merkt man nichts. So soll es sein. So bleibt es hoffentlich auch in der fünften und letzten Staffel, auf die wir hoffentlich nicht wieder drei Jahre warten müssen.