Alle 5 Marvel-Serien von Disney+ gereiht von solide bis originell | © Marvel Studios/ Disney

Alle 5 Marvel-Serien von Disney+ gereiht von solide bis originell

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2021 ist Marvel mit fünf neuen Serien in die Phase 4 des Marvel Cinematic Universe (MCU) gestartet.

"WandaVision" war Anfang 2021 nicht nur der Kick-Off für die neue Phase 4 des Marvel Cinematic Universe (MCU), sondern auch der Beginn einer neuen Ära. Denn bisher spielten Marvel-Serien nur sehr vage im populären MCU der Kinofilme. Zwar nahmen Serien wie "Daredevil" (Netflix), "Cloak & Dagger" (Amazon Prime Video), "Agents of S.H.I.E.L.D." und als letzte dieser Marvel-Serien "Helstrom" (beide Disney+) immer wieder Bezug auf Ereignisse in den Kinofilmen, aber die Kinofilme ignorierten die Serien völlig. Vor allem bei den sieben Staffeln von "Agents of S.H.I.E.L.D." führte das bald dazu, dass die Ereignisse in der Serie nur schwer unter das MCU-Dach der Kinofilme zu bringen waren. Anders als die "Marvel Legacy"-Filme auf Disney+ wie "X-Men", "Fantastic Four" und "Deadpool", die noch unter der Ägide von 20th Century Fox produziert wurden, gehören sie aber doch irgendwie zum MCU – sind aber nicht wirklich Teil des MCU-Kanon. 

Filme und Serien in einem MCU

Zu kompliziert! Das fanden auch Disney und die Marvel Studios. Seit Marvel-Mastermind Kevin Feige auch die Verantwortung für die TV-Serien von Marvel übernommen hat, ist Schluss mit dieser diffusen Zweiteilung zwischen Kinofilmen und TV-Serien. Ab "WandaVision" spielen die Serien nicht nur ganz eindeutig im MCU. Sie bereiten auch die neuen Rahmenhandlung des MCU in Phase 4 nach dem verlustreichen Sieg über Thanos vor. So wird etwa die Serie "WandaVision" vom Kinofilm "Doctor Strange in the Multiverse of Madness" fortgesetzt.

Auf der Streaming-Plattform Disney+ sind 2021 bisher fünf dieser neuen Marvel-Serien erschienen. Nicht alle haben wirklich fundamentale Auswirkungen auf die Weiterentwicklung des MCU. Manche dienen als Setup für spannende Entwicklungen, andere stehen eher für sich – vertiefen aber bereits existierende Charaktere oder führen auch interessante neue Charaktere ins MCU ein. Wir haben die fünf Serien danach gereiht, wie gut sie uns unterhalten haben und wie stark wir ihren Einfluss auf die Zukunft des Marvel Cinematic Universe (MCU) einschätzen. 

 

Das ist unser Ranking der 2021 bei Disney+ erschienenen Marvel-Serien:

 

Falcon-Winter-Soldier_Marvel_103-07359_R2 | © Marvel Studios/ Disney

5. The Falcon and the Winter Soldier, Miniserie

Solide Superhelden-Serie im Stil eines Action-Agentenfilms, die sich mehr als alle anderen Marvel-Serien mit den gesellschaftlichen Folgen des Blip auf das MCU beschäftigt. Der Blip ist die Umkehrung des "Thanos Snap" in "Avengers: Infinity War": Nach fünf Jahren war die Hälfte aller durch den Snap ausgelöschten Menschen einfach von einem Moment auf den anderen wieder da. Der Global Repatriation Council (GRC), eine internationale Organisation für die Wiedereingliederung der Rückkehrer, steht vor großen Herausforderungen. Die anarchistische Widerstandsbewegung "Flag Smashers" setzt beim Kampf gegen die abgehobe Politik des GRC auf Terror. Für ihren Kampf wollen die Terroristen das Captain-America-Supersoldaten-Serum reproduzieren. Sam Wilson (Anthony Mackie) und Bucky Barnes (Sebastian Stan) durchkreuzen dabei die Pläne der "Flag Smashers".

"The Falcon and the Winter Soldier" entwickelt die beiden titelgebenden Charaktere weiter (in einer Art Buddy-Cop-Movie), etabliert Baron Zemo (Daniel Brühl) als eine Art Anti-Held (keine gute Idee) und führt mit dem U.S.Agent (Wyatt Russell) einen neuen Marvel-Charakter ins MCU ein. Darüber hinaus trägt die Serie aber nur wenig zur neuen Rahmenhandlung des MCU bei und ist trotz des Agenten-Settings auch nur mäßig spannend. 

 

Hawkeye_serie_Marvel_Disney_106-12941_R2 | © Marvel Studios/ Disney

4. Hawkeye, Miniserie

Spannende und amüsante Weihnachtsgeschichte rund um Clint Barton (Jeremy Renner), bekannt als der Avengers-Bogenschhütze Hawkeye. Neu ins MCU eingeführt wird hier die ebenfalls gekonnt mit Pfeil und Bogen hantierende Kate Bishop (Hailee Steinfeld). Sie gerät ins Visier von Echo (Alaqua Cox), die sie für Ronin hält. Da Clint der Ronin war, fühlt er sich nun für Kate verantwortlich. Die kurzweilige Story glänzt mit Humor und Easter Eggs für Marvel-Fans. Clint Barton ist nach dem Tod von Black Widow für unseren Geschmack zu düster und depressiv. Da ist es gut, dass die jugendlich-hitzköpfige Kate wieder frischen Wind in das Leben des Avengers bringt. Außerdem hält der Schluss von Hawkeye eine Überraschung bereit, die viele Marvel-Fans wahrscheinlich freuen wird. 

 

What-if_Marvel_serie_Disney_v003 | © Marvel Studios/ Disney

3. What if…?, Staffel 1

In der Animationsserie beobachtet ein für Mavel-Fans alter Bekannter, nämlich Uatu the Watcher, in jeder Episode die alternative Entwicklung eines bekannten Ereignissses aus dem Marvel Cinematic Universe (MCU). So wird etwa in der ersten Episode nicht Steve Rogers, sondern Peggy Carter zur Supersoldatin und zum ersten Avenger. Das Konzept scheint sich an der gleichnamigen Comic-Serie zu orientieren, aber der Schein trügt. Denn in jeder Episode wird ein neuer Marvel-Charakter aus einer alternativen Realität eingeführt und am Schluss gibt es eine spannende Überraschung. Zwar wird in "Loki" das Multiversum viel charmanter und amüsanter präsentiert. Auch beim Style der Animationen ist noch Luft nach oben. Aber die Idee von "What if…?" ist ein nahezu genialer Schachzug von Marvel bei der Weiterentwicklung des MCU. 

 

Loki_Marvel_Serie-103-16380_R | © Marvel Studios/ Disney

2. Loki, Staffel 1

"Loki" ist mit Abstand die lustigeste aller Marvel-Serien in diesem Jahr. Das liegt aber nicht nur am Titelhelden Loki, den Tom Hiddleston in gewohnter Weise als gewieften Anti-Helden mit Charme spielt. Allerdings handelt es sich in der Serie nicht um den selben Loki, dessen Tod wir nach einer langen Charakterentwicklung vom Schurken zum Anti-Helden in "Avengers: Infinity War" erleben mussten. Es ist der hintertriebene Schurke aus dem ersten "Avengers"-Film, der hier in die bürokratischen Mühlen der mysteriösen "Time Variance Authority", kurz TVA, gerät. Diese Einrichtung außerhalb von Raum und Zeit wacht über den Zeitstrom, um die Entwicklung krass voneinander abweichender Realitäten zu vermeiden. Natürlich gibt sich Loki mit den einfachen Erklärungen der TVA nicht zufrieden. Was folgt ist eine abenteuerliche Reise ans Ende der Zeit, bei der das MCU um großartige Charaktere wie Mobius (Owen Wilson), Sylvie Laufeydottir (Sophia Di Martino) und "Alligator Loki" erweitert wird – und natürlich um einen neuen Superschurken! 

 

Wandavision_Marvel_S01_E006_01 | © Marvel Studios/ Disney

1. WandaVision, Miniserie

"WandaVision" ist die originellste der neuen Marvel-Serie. Der Kick-Off in die Phase 4 des MCU ist zunächst eine amüsante Parodie klassischer Familienserien. Wanda Maximoff aka Scarlet Witch und Vision sind in einer Family-Sitcom gefangen, die sich ständig verändert. Natürlich stellt sich die Frage, was hier eigentlich gespielt wird. Immerhin ist Vision in "Avengers: Infinity War" von Thanos getötet worden. Nach drei Episoden geht es erst so richtig los und vor den Augen der Zuschauer entwirrt sich das Rätsel allmählich. Dabei laufen wir nicht nur alten Bekannten aus dem MCU wie Darcy Lewis (Kat Dennings) über den Weg, sondern auch bekannten Gesichtern, die wir in "WandaVision" eher nicht erwartet hätten. Insgesamt ist die erste der neuen Marvel-Serien ein wahres Easter-Egg-Fest für Marvel-Fans und eine faszinierende Story, die Scarlet Witch, Vision und das gesamte MCU in eine spannende Zukunft führt.