18 großartige Miniserien auf Netflix und 1 kleine Enttäuschung | © Netflix

18 großartige Miniserien auf Netflix und 1 kleine Enttäuschung

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Diese packenden Netflix-Serien erzählen eine abgeschlossene Geschichte in nur wenigen Episoden.

Miniserien sind TV-Serien, die eine abgeschlossene Geschichte in wenigen Episoden erzählen. Damit sind die im Englischen vielsagend auch als "Limited Series" bezeichneten Serien der ideale Kompromiss zwischen Film-Schauen und Serien-Marathon. Denn Miniserien erzählen ihre packenden Geschichten, die sich oft wie ein breitausladender Film anfühlen, in meist nur sechs bis zehn Episoden. Manchmal sogar noch weniger. Und danach ist aus die Maus! Kein Risiko, in eine nie enden wollende Serie zu kippen. Binge-Watching-Gefahr gebannt. Damit sind Miniserien auch ein guter Kompromiss für Pärchen mit unterschiedlichem Serien-Suchtverhalten und Zeit-Budgets.

Aber genug geflunkert. Hier sind unsere STREAMO-Tipps für die besten Miniserien auf Netflix - und eine kleine Enttäuschung: 

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Die 18 besten Miniserien bei Netflix

 

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18. Self Made (2020, 4 Episoden)

Im Gegensatz zu "Das Damengambit" handelt es sich bei dieser Miniserie rund um die afro-amerikanische Wäscherin Sarah Breedlove nicht um eine fiktive Erfolgsgeschichte, sondern um ein Biopic auf Basis wahrer Ereignisse. Aus Sarah Breedlove (Octavia Spencer) wird später eine der ersten Self-Made-Millionärinnen der USA. Unter dem Markennamen Madam C. J. Walker gründet sie eine Beauty- und Haarpflege-Linie für schwarze Frauen und füllt damit höchst erfolgreich eine Marktlücke. Gerade weil es sich um ein Biopic handelt, geriet die Netflix-Miniserie auch in Verruf. Denn bei den historischen Fakten nimmt sich die Handlung offenbar einige Freiheiten heraus. Ähnlich wie bei "The Crown" sollte man sich auch hier immer vor Augen halten, dass die Miniserie lediglich von der wahren Geschichte inspiriert ist. Mit diesem Makel im Hinterkopf entwickelt die semi-fiktive Story von "Self Made" durchaus einen hohen Unterhaltungswert. 

Inventing-Anna_102_Unit_12863R | © Netflix

17. Inventing Anna (2022, 9 Episoden)

Im Mittelpunkt dieser "True Event"-Miniserie steht die russisch-deutsche Hochstaplerin Anna Sorokin, gespielt von Julia Garner ("Ozark"). Star-Produzentin Shonda Rhimes, bekannt für Hit-Serien wie "Bridgerton" und "Grey's Anatomy", hat aus einem Artikel des New York Magazine eine fiktionale Version der Geschichte gemacht: Zwischen 2013 und ihrer Verhaftung im Jahr 2017 erleichtert die Instagram-Influencerin unter dem Pseudonym Anna Delvey die New Yorker Mode-, Kunst- und Startup-Society um ein kleines Vermögen. In der Serie will die Reporterin Vivian Kent (Anna Chlumsky) die Geschichte der populären Hochstaplerin erzählen. Zwischen ihr und Anna entwickelt sich eine Hassliebe. 

Maid_101_Netflix_01409R | © Netflix

16. Maid (2021, 10 Episoden)

Da der Vater ihrer kleinen Tochter Maddy zu Alkohol und Wutausbrüchen neigt, tut sie das einzig Richtige und trennt sich von ihm. Dadurch befindet sich Alex aber plötzlich in einer prekären Lebenssituation. Ihre Mutter Paula (Andie MacDowell) leidet an einer bipolaren Störung. Sie ist keine große Hilfe. Um nicht in die Obdachlosigkeit abzudriften, muss sich Alex als Reinigungskraft über Wasser halten. Margaret Qualley, bekannt aus der Mystery-Serie "The Leftovers" und dem Tarantino-Film "Once Upon a Time in Hollywood", glänzt in diesem bewegenden aber teilweise recht bitteren Sozialdrama in der Hauptrolle – und auch der Rest der Besetzung kann sich sehen lassen. 

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15. Die Schlange (2021, 8 Episoden)

Im Mittelpunkt des britischen Crime-Dramas steht der indisch-französische Serien-Killer und Betrüger Charles Sobhraj, gespielt von Tahar Rahim. Basierend auf wahren Begebenheiten wird die Geschichte von Sobhraj erzählt, der in den 70er-Jahren in Südostasien mehrere Morde beging, meist an jungen Touristinnen. Das brachte ihn zunächst den Namen "Bikini-Killer" ein. Später wurde er auch "Die Schlange" genannt, weil es ihm durch List immer wieder gelang der Festnahme zu entgehen. "The Serpant", so der Originaltitel, ist eine sehenswerte Miniserie für True-Crime-Fans. 

HALSTON_Studio54_00335RC | © Netflix

14. Halston (2021, 5 Episoden)

Noch ein Biopic, diesmal von Serien-Produzent Ryan Murphy ("Glee", "American Horror Story", "Ratched"): Auch bei der Geschichte des US-Modedesigner Ray Halston Frowick, bekannt als Halston, kommen Erinnerungen an das fiktive Schachdrama "Das Damengambit" auf. Das liegt wohl eher an der hervorragenden Besetzung, weniger an der mitreißenden Geschichte. Denn Ewan McGregor schlüpft eindrucksvoll in die Rolle des schwulen Exzentrikers, dessen Aufstieg zu internationalem Ruhm Ende der 60er-Jahre begann. Die Handlung plätschert allerdings ohne besondere Höhepunkte vor sich hin, bietet aber vor eindrucksvollen Kulissen faszinierende Einblicke in die Promi-Welt des US-Modedesigners. Insofern ist eher der Vergleich mit der Netflix-Serie "The Crown" angebracht. 

 

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13. The Woman in the House Across the Street from the Girl in the Window

Jede Episode dieser Crime-Thriller-Serie dauert nur knapp 30 Minuten. Aber das ist nicht die einzige erfrischende Besonderheit. Auf den ersten Blick handelt es sich um eine typische Krimi-Serie, die an Hitchcocks "Das Fenster zum Hof" (1954) oder noch mehr an den Film "The Woman in the Window" (2021) erinnert: Seit dem gewaltsamen Tod ihrer Tochter lebt Anna Whitaker (Kristen Bell) allein in ihrem Haus. Ihre Ehe ist zerbrochen, sie trinkt viel zu viel Alkohol und nimmt dazu auch noch Medikamente ein. Als im Haus gegenüber der attraktive Witwer Neil (Tom Riley) mit seiner kleinen Tochter Emma einzieht, weckt er ihr Interesse. Sie versucht sich mit ihm anzufreunden. Doch dann glaubt sie, Zeugin eines Mordes in Neils Haus geworden zu sein. Da der verwirrten Frau niemand glaubt, forscht sie selbst nach.

Was nun folgt, ist ein hemmungsloser Zickzack-Kurs? Kaum meint Anna und das Publikum etwas zu wissen, biegt die Handlung in die andere Richtung ab. Plausibilität spielt dabei keine Rolle. Wie in einer Seifenoper folgt eine haarsträubende Wendung auf die andere. Sobald dieser Mix aus Soap & Crime einmal verdaut ist, entwickelt die Serien aber einen unerwartet schwarzhumorigen Unterhaltungswert. Obwohl das Ende durchaus eine mögliche Fortsetzung andeutet, handelt es sich um eine Miniserie – eine Fortsetzung ist von Netflix nicht geplant. 

Maniac_110_Unit_01308_RC | © Netflix

12. Maniac (2018, 10 Episoden)

"Maniac" hat 2018 für jede Menge Gesprächsstoff gesorgt: Die Meinungen schwankten von "visuelles Meisterwerk" bis "langweiliger Serien-Wirrwarr". Die Miniserie ist also nicht jedermanns Sache. Aber wer sich auf psychedelische Verwirrungen und schräge Wendungen einstellt oder sogar ein Faible für schräge Plots wie etwa bei der Serie "Legion" hat, ist hier richtig. Worum geht's? Oberflächlich betrachtet um zwei Menschen, die an einer pharmazeutischen Studie teilnehmen: Owen (Jonah Hill) und Annie (Emma Stone) wird die endgültige Heilung all ihrer psychologischen Probleme und seelischen Leiden im Zuge eines experimentellen Verfahrens versprochen. Der Supercomputer Gertie analysiert ihre Traumata und lässt sie diese mit Hilfe von drei Pillen noch einmal durchleben. Doch dem Supercomputer passiert ein Fehler und die eigentlich getrennten Traumzustände von Owen und Annie finden gemeinsam statt. Was folgt ist eine fantastische Reise durch verschiedene Filmgenres, Zeiten, Welten oder doch nur Traumebenen. 

 

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11. When They See Us (2019, 4 Episoden)

Auch diese vierteilige Miniserie erzählt eine wahre Geschichte: Im Jahr 1989 wurde eine unter dem Namen "Central Park Five" bekannte Gruppe von afro-amerikanischen Jugendlichen aus Harlem im Zusammenhang mit einer Vergewaltigung im New Yorker Central Park zu Unrecht festgenommen und verurteilt. Die wahren Täter wurden erst bekannt als die unschuldig Verurteilten bereits ihre Haftstrafen verbüßt hatten. In den ersten beiden Episoden wird die Verurteilung der fünf Jugendlichen gezeigt, in der zweiten Hälfte geht es um die persönlichen Folgen. Insgesamt führt "When They See Us" eindrucksvoll und authentisch vor Augen, welche schrecklichen Folgen das rassistische Justizsystems in den USA für die betroffenen Menschen hat. 

 

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10. Bodyguard (2018, 6 Episoden)

Binge-Watching-Alarm! Diese Crime-Miniserie mit "Game of Thrones"-Star Richard Madden fühlt sich wie ein Actionfilm mit Überlänge an: Der Afghanistan-Kriegsveteran David Budd (Madden) arbeitet für eine Spezialeinheit der Londoner Polizei, die für den Personenschutz hochrangiger Politiker zuständig ist. Er ist zwar hochkompetent, leidet aber auch ­ weitgehend unbemerkt ­ an einem Posttraumatischen Stresssyndrom. Als er der Innenministerin Julia Montague (Keeley Hawes) als Bodyguard zugewiesen wird, wird seine Professionalität auf eine harte Probe gestellt. Perfekter Mix aus Crime-Drama und Actionfilm. 

 

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9. Unorthodox (2020, 4 Episoden)

Vierteilige Miniserie aus Deutschland, die zwar Berlin ein weinig idealisiert, aber aufgrund der bewegenden Geschichte und der großartigen Besetzung dennoch überzeugt: Die 19-jährige Esty Shapiro (Shira Haas) flieht aus ihrer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde im New Yorker Stadtteil Brooklyn in die weltoffene deutsche Hauptstadt. In New York soll sie mit Yakov (Amit Rahav) verheiratet werden, den sie kaum kennt. In Berlin trifft sie auf eine völlig andere, von Diversität und Freiheit geprägte Welt. Doch ihr schüchterner Ehemann und ihr impulsiver Cousin sind schon auf dem Weg, um sie zurück nach New York zu holen. 

 

Clickbait_103_Unit_03639RC | © Netflix

8. Clickbait (2021, 8 Episoden)

Bis zuletzt spannender Crime-Thriller in acht Teilen, der die Fake-News-Problematik von sozialen Medien rund um einen faszinierenden Kriminalfall verdichtet: Eines Tages wird der liebevolle Ehemann und Vater Nick Brewer (Adrian Grenier) vermisst. Wenig später taucht ein Online-Video auf, indem mit seiner Ermordung gedroht wird, wenn sich fünf Millionen Leute das Video anschauen. Außerdem bezeichnet sich Nick darin selbst als jemand, der Frauen missbraucht hat und den Tod verdient hat. Daraufhin steigen die Klickzahlen des Videos rasant. Nicks Schwester Pia (Zoe Kazan) will die Vorwürfe nicht glauben und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit. Was folgt ist ein atemberaubendes Verwirrspiel und eine erschreckende Metapher auf unseren schwindenden Bezug zur Realität in einer digitalen Welt voller virtueller Persönlichkeiten. 

Braunschlag_ORF_Superfilm_01 | © Superfilm

7. Braunschlag (2012, 8 Episoden)

Schräge Miniserie von David Schalko rund um Gier, Korruption, Katholizismus und die dunklen und mitunter recht zynischen Abgründe der österreichischen Seele: Gerhard Tschach (Robert Palfrader), Bürgermeister der niederösterreichischen Gemeinde Braunschlag, hat das Kaff in den Bankrott getrieben. Um davon abzulenken, inszenieren er und sein bester Freund Richard (Nicholas Ofczarek), Betreiber der maroden Dorf-Discothek, eine Marien-Erscheinung. Gegen alle Erwartungen geht der absurde Plan auf. Die selige Ruhe in der Gemeinde weicht dem geschäftigen Trubel des Wallfahrtstourismus. Immer mehr Leute wollen sich einen lukrativen Anteil sichern. Dabei kommen seltsame Dinge in Braunschlag ans Tageslicht. Ein skurriles Meisterwerk aus Österreich! 

 

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6. Midnight Mass (2021, 7 Episoden)

Die siebenteilige Horror-Miniserie über Trauer und Glauben in einer kleinen erzkatholischen Inselgemeinde ist die neueste Produktion von Regisseur Mike Flanagan für Netflix. Er hat sich als Horror- und Thriller-Spezialist mit Serien wie "Spuk in Hill House" und "Spuk in Bly Manor" und Filmen wie "Das Spiel""Still" und zuletzt "Doctor Sleep" einen Namen bei Horror-Fans gemacht. Die Handlung von "Midnight Mass" erinnert an den Mystery-Horrorfilm "The Wicker Man": In der kleinen Gemeinde Crockett Island auf einer abgelegenen Insel werden die Rückkehr eines jungen Mannes (Zach Gilford) und das Auftauchen eines charismatischen Priesters (Hamish Linklater) von mysteriösen Ereignissen begleitet. Das sorgt für immer mehr Unmut und Zwietracht unter den Bewohnern, die offenbar von düsteren Geheimnissen und alten Konflikten befeuert werden. Es wird wieder gruselig und übernatürlich. Jump Scares halten sich diesmal in Grenzen, mit schockierenden Momenten ist aber durchaus zu rechnen. 

5. The Spy (2019, 6 Episoden)

In dieser spannenden Agentengeschichte spielt Sacha Baron Cohen den israelischen Spion Eli Cohen, dessen Spionage-Tätigkeit bis heute in Israel als wesentlicher Beitrag zum Sieg des Landes im Sechstagekrieg des Jahres 1967 gilt. Der in Ägypten geborene Cohen wird vom israelischen Geheimdienst angeworben und ausgebildet. Auf Basis eines Buches des Journalisten Uri Dan wird die Geschichte seiner jahrelangen Aktivität als Spion sowie sein Privatleben fesselnd aus verschiedenen Perspektiven in Tel Aviv, Jerusalem und Damaskus erzählt. Die sehenswerte Spionage-Serie überzeugt durch die großartige Besetzung, allen voran Sacha Baron Cohen in der Hauptrolle. 

 

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4. The End of the F***ing World (2018/19, 16 Episoden)

Natürlich ist "The End Of The F***Ing World" streng genommen keine Miniserie (mehr). Denn die ursprünglich als solche geplante Comic-Verfilmung wurde mit einer zweiten Staffel fortgesetzt, die nicht mehr auf dem Comic beruht. Aber die Geschichte von James (Alex Lawther) und Alyssa (Jessica Barden) ist eine abgeschlossene Geschichte, erzählt in zwei Teilen mit insgesamt 16 Episoden, jeweils unter 30 Minuten. Formal geht das als Miniserie durch. Erzählerisch sowieso! Denn kaum eine Serie erzählt eine so besondere Geschichte so mitreißend und wird dann noch besser fortgesetzt und perfekt abgeschlossen. Das fühlt sich nach Miniserie an.

Worum geht's? Der introvertierte James tötet gerne kleine Tiere, würde aber gerne einmal etwas Größeres aufschlitzen. Die extrovertierte Alyssa, die gerne durch ihre sexuelle Offenheit schockiert, bietet sich dafür geradezu an. Beide begeben sich auf einen Roadtrip ins Ungewisse. Was folgt sind popkulturelle Anleihen bei Kultfilmen wie "Natural Born Killers" und ein großartiges Coming-of-Age-Drama, das es versteht mit gängigen Klischees zu spielen und zu brechen.

"The End Of The F***Ing World" ist eine der besten Liebesgeschichten, die Netflix zu bieten hat, getarnt als Serie – eigentlich aber eine Miniserie von gerade einmal 8 Stunden Spielzeit mit allerhöchstem Binge-Watching-Risiko! 

 

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3. Unbelievable (2019, 8 Episoden)

"Unbelievable" ist ein mitreißender "True Crime"-Krimi aus der Perspektive der Polizei-Ermittler und ein bewegendes Crime-Drama aus Opfer-Sicht in Einem. Wie es sich für eine anständige Miniserie gehört, beruht die Geschichte auf einem wahren Fall: Während der eine Handlungsstrang dem Vergewaltigungsopfer Marie Adler (Kaitlyn Dever) folgt, stehen im zweiten Handlungsstrang die beiden Polizei-Ermittlerinnen Grace Rasmussen (Toni Collette) und Karen Duvall (Merritt Wever) im Mittelpunkt. Der problematischen Jugendlichen Marie glaubt die Polizei ihre Geschichte nicht. Das verunsicherte Mädchen nimmt ihre Anzeige wieder zurück und muss mit den Folgen der Stigmatisierung leben. Währenddessen ermitteln Rasmussen und Duvall in mehreren unaufgeklärten Fällen von Vergewaltigung, bei denen sich der Täter genau so verhalten hat, wie von Marie berichtet. Doch weil die Polizei im Fall von Marie nicht ordentlich ermittelt hat, scheint ihr Fall zunächst nicht auf. 

 

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2. Godless (2017, 7 Episoden)

Zur Abwechslung statt Biopic, Krimi oder Drama einmal ein Western als Miniserie gefällig? Dann führt kein Weg an "Godless" vorbei! Im Jahr 1884 kommen im verschlafenen Städtchen La Belle die meisten Männer bei einem Minenunglück ums Leben. Die Frauen versuchen das Beste daraus zu machen und einen Betreiber für die ertragreiche Silbermine der Stadt zu finden. Zu all dem Übel gerät die Stadt auch noch ins Visier des Gesetzlosen Frank Griffin (Jeff Daniels) und seiner Gang. Doch die Frauen von La Belle denken nicht daran, klein beizugeben. Die mit Daniels, Michelle Dockery, Merritt Wever, Scoot McNairy und Jack O'Connell großartig besetzte und in epischen Bildern erzählte Miniserie steigert sich langsam zu einem fulminanten Finale – wie es sich für einen guten Western gehört! 

 

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1. Das Damengambit (2020, 7 Episoden)

In "The Queen's Gambit", so der Originaltitel, überzeugt Anya Taylor-Joy ("Split") in der Rolle der talentierten Schach-Spielerin Beth Harmon. Die siebenteilige Netflix-Miniserie auf Basis des Romans von Walter Tevis begleitet den Aufstieg des fiktiven Schachtalents vom Waisenhaus bis ins ruhmreiche Rampenlicht des internationalen Schach-Zirkus. Doch es ist auch eine tragische Geschichte über das Erwachsenwerden besonders begabter Kinder und über den Preis der Genialität. "The Queen's Gambit" war die Serien-Überraschung des Vorjahres und löste weltweit eine Welle der Begeisterung für das Schachspiel aus. Vor allem aber ist "Das Damengambit" ein Paradebeispiel für eine fesselnde Miniserie, die den Zuschauer von Anfang an in ihren Bann zieht.

 

 

Miniserien-Enttäuschung: Dienstmädchen-Drama ohne Höhepunkte

 

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Alias Grace (2017, 6 Episoden)

Die sechsteilige Miniserie "Alias Grace" enttäuscht vor allem, weil die Erwartungen hoch waren. Basiert sie doch auf dem gleichnamigen Roman von Margaret Atwood, die auch die Literaturvorlage zu "The Handmaid's Tale" geschrieben hat. Diesmal befinden wir uns nicht in einer dystopischen Zukunft, sondern im Kanada der 1870er-Jahre. Grace Marks (Sarah Gadon) ist eine berüchtigte Gefängnis-Insassin. Als 15-jähriges Dienstmädchen hat sie zusammen mit dem Stallburschen ihren wohlhabenden Dienstherren und dessen Haushälterin Nancy Montgomery (Anna Paquin) ermordet. Der junge Psychologe Simon Jordan (Edward Holcroft) beginnt ihren Fall für eine seltsame Gesellschaft, die ihre Begnadigung anstrebt, neu aufzurollen. Dabei wird ihre Geschichte in Rückblicken erzählt.

Leider folgt die Inszenierung dabei einem vorhersehbaren Schema, das an altbackene Dienstmädchen-Dramen erinnert. Zwar wird immer wieder angedeutet, dass Grace tatsächlich eine berechnende Killerin sein könnte. Aber der "Schweigen der Lämmer"-Joker wird nie ausgespielt. Das Verhältnis zwischen Psychodoktor und Patientin bleibt platt. Nie entwickelt die Miniserie eine ähnlich beklemmende Atmosphäre wie "The Handmaid's Tale". Schließlich hinterlässt auch die wirre und halbherzige Auflösung am Schluss kein Aha-Erlebnis, das in Erinnerung bleiben würde.