Kino-Tipps: Penélope Cruz & Antonio Banderas im besten Film der Welt  | © Studiocanal

Kino-Tipps: Penélope Cruz & Antonio Banderas im besten Film der Welt

Plus: "Sundown" mit einem wortkargen Tim Roth, die unterhaltsame Identitätssuche "France" und ein kurzweiliges Abenteuer der "Minions".

Blockbuster-Pause in dieser Kino-Woche. Dafür sind mit der brillanten Satire "Der beste Film der Welt", der ruhigen Momentaufnahme "Sundown" und der melodramatischen Identitätssuche "France" drei bemerkenswerte Filme im Kino zu sehen. Das Animationsabenteuer "Minions: Auf der Suche nach dem Mini-Boss" bietet kurzweilige Unterhaltung für die ganze Familie. Wem das alles zu unspektakulär für einen Kino-Besuch ist: Schon in der nächsten Woche steht das neueste Superhelden-Abenteuer von Thor im Marvel Cinematic Universe (MCU) bevor. 

 

 

Neu im Kino:

29. Juni bis 5. Juli 2022

 

1. Der beste Film aller Zeiten

Der beste Film aller Zeiten ist diese Komödie des argentinischen Regie-Duos Mariano Cohn und Gastón Duprat zwar nicht, aber dafür ein ziemlich lustiger: Zu seinem 80. Geburtstag will sich ein milliardenschwerer Unternehmer ein Denkmal setzen – und zwar mit einem Film: Natürlich muss es der beste Film aller Zeiten werden! Daher kauft er die Filmrechte für einen Bestseller und beauftragt die exzentrische Filmemacherin Lola Cuevas (Penélope Cruz) ans Werk zu gehen. Die Hauptrollen sollen zwei Schauspieler-Legenden übernehmen: der eher seichte Hollywood-Star Félix Rivero (Antonio Banderas) und das Enfant Terrible der Theaterwelt Iván Torres (Oscar Martínez). Beide können sich natürlich nicht ausstehen.

Was folgt, ist eine Komödie über die internationale Film-Schickeria, die auf ziemlich lustige Art und Weise darüber philosophiert, was denn Kunst eigentlich ist. Ihre Scharmützel tragen die Figuren vor einer architektonisch hochästhetischen Kulisse aus. "Official Competition", so der Originaltitel, ist also auch visuell sehenswert – vor allem aber wegen der schauspielerischen Darbietungen von Banderas, Martínez und Cruz. Ab 1. Juli 2022 im Kino. 

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2. Sundown

In dieser ruhigen Momentaufnahme des mexikanischen Writer/Directors Michel Franco ("New Order") entscheidet sich ein wortkarger Tim Roth dafür, einen neuen Lebensabschnitt zu beschreiten: Neil (Roth) verbringt mit seiner Schwester Alice (Charlotte Gainsbourg) und ihren Kindern entspannte Urlaubstage im mexikanische Urlaubsort Acapulco. Als sie die Nachricht vom Tod ihrer Mutter aus London erreicht, reisen alle ab – doch unter dem Vorwand, seinen Pass im Hotel liegen gelassen zu haben, bleibt Neil zurück. Es ist eine Lüge. Das ist von Anfang an klar. Neil versucht sie zwar gegenüber seiner Schwester so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Aber vor dem Zuschauer hat Franco in diesem "Film der leisen Töne" keine wirklichen Geheimnisse. Neil will nichts mehr mit dem Familienunternehmen zu tun haben und einfach nur leben. Seine Schwester sieht darin Verantwortungslosigkeit. "Sundown" ähnelt einer Momentaufnahme, die "ein Gefühl des Angekommenseins im Leben einfängt, kurz bevor die Sonne zum letzten Mal untergeht" (Kino-Zeit). Ab 1. Juli 2022 auch in österreichischen Kinos. 

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3. France

Noch eine Satire über die moderne Medienwelt. Der Film des französischen Regisseurs Bruno Dumont ("Die feine Gesellschaft") ist aber mehr als nur Satire. Vielmehr kann "France" auch als Suche eines ganzen Landes nach Identität verstanden werden, denn die titelgebende Star-Journalistin France de Meurs (Léa Seydoux) ist eine Personifikation Frankreichs: Die Journalistin ist das prägende Gesicht eines populären Fernsehsenders. Das Publikum liebt sie. Ihre geschickt konstruierten Reportagen aus Kriegs- und Krisenregionen sind perfekt einstudiert. Das Leid, über das France berichtet, dient ihr aber nur als Hintergrund für ihre narzisstische Show. Doch dann passiert ein eigentlich gar nicht so tragischer Unfall, der France völlig aus der Bahn wirft. Plötzlich leidet sie – und zwar theatralisch. Aus der Mediensatire wird ein hochgradig stilisiertes Melodram. Trotzdem schafft es der komplexe Film leichtfüßig und unterhaltsam zu bleiben. Ab 1. Juli 2022 im Kino. 

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Außerdem neu im Kino:

 

Minions: Auf der Suche nach dem Mini-Boss

Im zweiten "Minions"-Film, einem Spinoff des Animationsabenteuers "Ich – Einfach unverbesserlich" (2010), begeben wir uns zurück in die 70er-Jahre: Gru ist ein zwölfjähriger Vorstadtjunge, fest entschlossen, ein Super-Schurke zu werden und die Weltherrschaft zu übernehmen. Doch es läuft nicht besonders gut. Bis er den aufgedrehten Minions begegnet. Im Kampf gegen die berüchtigte Schurkenbande "Die Fiesen 6" werden Gru und die Minions zu einem unschlagbaren Team. Die Geschichte ist ein wenig dünn, aber wer die Minions mag, wird wohl auch mit dieser Fortsetzung seine Freude haben. Ab 30. Juni 2022 im Kino. 

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