Die 18 besten Miniserien bei Amazon Prime Video
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Kurzes Vergnügen für zwischendurch: Diese sehenswerten Serien haben nur eine Staffel, wurden nach einer Staffel eingestellt oder sind Anthologie-Serien.
Miniserien erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie das perfekte Mittelding zwischen einem zweistündigen Film und einer Serie mit vielen Staffeln sind. Wer nicht so viel Zeit in einen schier endlos erscheinenden Serien-Marathon investieren will, liegt bei einer "Limited Series" mit sechs bis zehn Episoden genau richtig.
Anthologie-Serien haben einen ähnlichen Effekt: Dabei handelt es sich um Serien, die entweder in jeder Episode eine abgeschlossene Geschichte erzählen, oder Serien, deren Staffeln jewiels eine abgeschlossene Geschichte erzählen. Es gibt also keinen Cliffhanger, der zum Weiterschauen anregt.
Schließlich wären da auch noch großartige Serien, die leider aus nicht nachvollziehbaren Gründen nach einer Staffel eingestellt wurden. Diese eingestellten Serien haben keinen echten Abschluss und enden oft mit krassen Cliffhangern. Im besten Fall kann das Ende als offenes Ende interpretiert werden. Das ist natürlich unerfreulich – und viele Menschen wollen mit solchen viel zu früh eingestellten, aber guten Serien erst gar nicht anfangen. Wir haben aber jene abgesetzten Serien, die wirklich sehenswert sind, in diese Watchlist aufgenommen.
Was folgt, ist also eine Watchlist für Amazon Prime Video mit großartigen Miniserien, spannenden Anthologie-Serien und sehenswerten Serien, die nach einer Staffel eingestellt wurden:
18. Wilderness (Miniserie, 6 Episoden)
"Look What You Made Me Do” – der Song von Taylor Swift gibt die Richtung dieses sechsteiligen Crime- & Revenge-Thrillers vor: Denn über der glücklichen Ehe des britischen Ehepaares Liv (Jenna Coleman) und Will (Oliver Jackson-Cohen) ziehen dunkle Wolken auf, als Liv von einem Seitensprung ihres Ehemannes erfährt.
Nur ein bedeutungsloser One-Night-Stand, meint Will. Um den Riss in der Beziehung zu kitten, plant er mit Liv ein gemeinsames Naturerlebnis. Der Roadtrip führt das Paar ins Monument Valley und über den Grand Canyon in den Yosemite Park. Wie idyllisch! Doch als sich ihre Wege dann – zufällig? – mit Wills Affäre Cara (Ashley Benson) und ihrem Freund Garth (Eric Balfour) kreuzen, scheidet für Liv endgültig Versöhnung als Option aus. Nun ist sie auf Rache aus!
"Wilderness" ist ein Ehebruch-Thriller, der gut startet, aber sich zunehmend in genretypischen Klischees verzettelt. Um die Spannung mit unerwarteten Wendungen aufrecht zu erhalten, wird jegliche Logik ignoriert. Mit mehr Mut zur Satire wie etwa beim ähnlichen Thriller "The Trip – Ein mörderisches Wochenende" hätte aus "Wilderness" mehr herausgeholt werden können. Trotzdem bietet die Serie auf Basis eines gleichnamigen Romans gute Unterhaltung und Nervenkitzel für Krimi-Fans – und darüber hinaus auch einen stimmigen Soundtrack.
17. The Underground Railroad (Miniserie, 10 Episoden)
Die Sklaven Cora (Thuso Mbedu) und Caesar (Aaron Pierre) fliehen mit Hilfe der Underground Railroad aus Georgia in den Norden, wo sie die Freiheit erwartet. Dabei werden sie vom Kopfgeldjäger Arnold Ridgeway (Joel Edgerton) verfolgt, der vor allem Coras Flucht persönlich nimmt. Das teilweise ziemlich brutale Sklaven-Drama basiert auf der Romanvorlage von Colson Whitehead und vermischt Fiktion mit historischen Fakten. So existierte die titelgebende Untergrundbewegung aus Gegnern der Sklaverei tatsächlich zwischen 1810 und 1862 als geheimes Fluchthilfe-Netzwerk in den USA. Regisseur und Produzent der zehnteiligen Serie ist Barry Jenkins, bekannt für Meisterwerke wie "Moonlight" (2016) und "Beale Street" (2018).
16. Daisy Jones & The Six (Miniserie, 10 Episoden)
Die zehnteilige Miniserie erzählt die fiktive Geschichte vom Aufstieg und Fall einer Rockband in den 70er-Jahren. Die von Reese Witherspoon produzierten Amazon-Serie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Taylor Jenkins Reid, der wiederum von Fleetwood Mac inspiriert ist: Anfang der 70er-Jahre tut sich die Sängerin Daisy Jones (Riley Keough) mit der Band The Six zusammen. Gemeinsam mit den Brüdern Billy (Sam Claflin) und Graham Dunne (Will Harrison) steigen sie zu einer der legendärsten Bands der Rockgeschichte auf, nur um sich am Höhepunkt zu trennen. Die stimmige Serie wird aus der Sicht einer Journalistin im Rückblick erzählt, was der fiktiven Geschichte den Stil einer Musik-Doku verleiht.
15. Homecoming (Anthologie: 2 Staffeln, 17 Episoden)
Die beiden Staffeln von "Homecoming" drehen sich um die posttraumatischen Belastungsstörungen von US-Soldaten, die in der titelgebenden Einrichtung behandelt werden. In der ersten Staffel spielt Julia Roberts, in der zweiten Staffel Janelle Monáe eine Mitarbeiterin des "Homecoming"-Programms, das von einer privaten Firma für das US-Verteidigungsministerium betrieben wird. Im Stil eines Psychodramas mit Mystery-Elementen werden dubiose Vorgänge aufgedeckt. Dabei überzeugt die Anthologie-Serie nicht nur durch die hervorragende Besetzung, sondern auch mit einer spannenden Inszenierung in mehreren Zeitebenen, unterschiedlichen Bildformaten und ungewöhnlichen Kamerafahrten. Dadurch ist die auf einem Podcast basierende Serie aber auch nicht jedermanns Sache.
14. Mr. & Mrs. Smith (Miniserie, 8 Episoden)
In dieser Serien-Adaption der gleichnamigen Agenten-Komödie mit Brad Pitt und Angelina Jolie aus dem Jahr 2005 übernehmen Donald Glover ("Atlanta") und Maya Erskine ("Plus One") die Rollen von John und Jane Smith. Auch der Rest der Besetzung kann sich sehen lassen, z.B.: Paul Dano, Ron Perlman, Alexander Skarsgård, John Turturro und Parker Posey.
In der Serie sind sie keine Auftragskiller (wie im Film), sondern Spione. Für die Öffentlichkeit sind die Agenten ein glamouröses Ehepaar mit Traumhaus in Manhattan, das gerne um die Welt reist. Tatsächlich arbeiten sie aber erst seit kurzem zusammen und müssen den Schein einer glücklichen Ehe wahren, während sie jede Woche eine geheime Mission ausführen. Dieses Doppelleben haben sie sich einfacher vorgestellt – und die Sache wird auch nicht unkomplizierter, als das falsche Paar echte Gefühle füreinander entwickelt. Bald stellt sich die Frage: Was ist stressiger – wöchentliche Spionage-Missionen oder der Alltag einer Ehe?
13. Paper Girls (Eingestellt: 1 Staffel, 8 Episoden)
Das Zeitreise-Abenteuer auf Basis des gleichnamigen Comics von Brian K. Vaughan erinnert nicht nur wegen des Retro-Feelings (plus stimmigen Soundtrack) an die Netflix-Hitserie "Stranger Things": In den frühen Morgenstunden nach dem Halloween-Abend des Jahres 1988 werden die vier Zeitungsmädchen Erin (Riley Lai Nelet), Mac (Sofia Rosinsky), Tiffany (Camryn Jones), and KJ (Fina Strazza) in einen Krieg zwischen Zeitreisenden hineingezogen. Gestrandet im Jahr 2019 versuchen die Mädchen mit Hilfe ihrer erwachsenen Ichs wieder nach Hause in ihre Zeit zu kommen. Dabei sind ihnen mysteriösen Soldaten aus der Zukunft, die "Alte Wache", auf der Spur, die alle Zeitreisenden als Gefahr für die Zukunft betrachten.
Amazon hat sich gegen eine Fortsetzung der Serie entschieden – laut US-Medien gab es zunächst noch Hoffnung, dass ein anderer Streaming-Anbieter die Serie übernimmt. Doch inzwischen ist wohl mit keiner Fortsetzung mehr zu rechnen. Schade! Damit bleibt das Ende offen, aber die Serie ist dennoch sehenswert.
12. Two Weeks To Live (Miniserie, 6 Episoden)
Action-Komödie & Familiendrama mit "Game of Thrones"-Star Maisie Williams als von klein auf trainierte Kämpferin: Kim Noakes (Williams) lebt mit ihrer Mutter (Sian Cliford) in der Wildnis, seitdem sie als Kind den Mord an ihrem Vater mitansehen musste. Jahrelanges Training hat sie zu einer knallharten Kämpferin werden lassen, aber der Welt da draußen tritt sie mit einer beachtlichen Naivität entgegen. Kein Wunder, denn ihre Mutter hat sie von der Welt abgeschirmt und ihr auch einige Unwahrheiten aufgetischt. Als sie abhaut, um mehr von der Welt zu sehen, wird sie bald zum Ziel jener Gangster und korrupten Polizisten, vor denen ihre Mutter sie beschützen wollte.
Die Action-Miniserie erinnert ein wenig an die Amazon-Serie "Hanna", setzt aber stärker auf Humor. Insgesamt ein guter Mix aus Action und Fun!
11. Deadloch (Miniserie, 8 Episoden)
Diese Krimi-Komödie aus Australien spielt im titelgebenden Küstenort auf der südlichen Insel Tasmanien. Dort sorgt der ungeklärte Tod eines Einheimischen für Unruhe. Während sich die verschlafene Ortschaft auf das jährliche "Winter Feastival", ein örtliches Kultur-Event rund um Essen und Kunst, vorbereitet, müssen zwei ungleiche Polizistinnen den Todesfall aufklären.
Der ortsansässigen Dulcie Collins (Kate Box) wird die aus dem nördlichen Darwin stammende Ermittlerin Eddie Redcliffe (Madeleine Sami) zur Seite gestellt. Sie wird von der ambitionierten Junior-Ermittlerin Abby Matsuda (Nina Oyama) begleitet. Was folgt, ist ein feministischer Noir-Krimi mit schwarzem Humor vor idyllischer Kulisse und einer steigenden Zahl von Todesfällen.
10. Modern Love (Anthologie: 2 Staffeln, 16 Episoden)
Kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch! Die Anthologie-Serie erzählt in jeder Episode eine Liebesgeschichte, wobei die Liebe in all ihren Erscheinungsformen thematisiert wird: romantisch, sexuell, platonisch, familiär oder auch als Selbstverliebtheit. Die rund halbstündigen Geschichten basieren auf einer wöchentlichen Kolumne in der New York Times und beeindrucken auch mit klingenden Namen – zu sehen sind unter anderem Anne Hathaway, Tina Fey, Sofia Boutella, Olivia Cooke, Andy Garcia, John Gallagher Jr. und Ed Sheeran.
9. Peripherie (Eingestellt: 1 Staffel, 8 Episoden)
Dieser Zeitreise- & Cyberpunk-Thriller mit Kult-Potenzial wurde leider von Amazon nach einer Staffel eingestellt: Flynne Fisher (Chloë Grace Moretz, bekannt aus "Kick-Ass" und "Shadow in the Cloud") lebt in einer dystopischen Zukunft in einer ländlichen Kleinstadt in den USA. Digitalisierung hat dazu geführt, dass dort kaum noch Arbeitsplätze zu finden sind. Wer einen Job hat, übt ihn in der virtuellen Welt aus. Ihr Bruder Burton (Jack Reynor), ein ehemaliger Elite-Soldat, arbeitet als Guide und Security-Tester in virtuellen Spielen. In diesen Simulationen ist Flynne noch mehr Profi als Burton, weil sie quasi darin aufgewachsen ist. Doch sie ist inzwischen mehr damit beschäftigt, ihre Familie zusammenzuhalten, als in virtuellen Welten abzuhängen.
Als ihr Bruder sie bittet, bei einem Job für ihn einzuspringen, steht ihre Welt plötzlich Kopf. Mysteriöse Mächte wollen sie rekrutieren. Sie gerät zwischen die Fronten einer Auseinandersetzung, die 70 Jahre in der Zukunft stattfindet.
Es ist wirklich ärgerlich, dass diese großartige Serie eingestellt wurde, weil das World Building gerade erst angelaufen war. Trotzdem ist diese Serie für Sci-Fi-Fans sehenswert.
8. Die Unzertrennlichen (Miniserie, 6 Episoden)
Beverly and Elliot Mantle, beide gespielt von Rachel Weisz, sind zwei voneinander kaum unterscheidbare Zwillinge, die alles miteinander teilen: Drogen, Liebhaber und vor allem den unbändigen Willen, alles zu tun, was nötig ist, um ihre Wünsche und Ziele zu erreichen. Dabei scheuen sie nicht davor zurück, die Grenzen der medizinischen Ethik zu überschreiten.
"Dead Ringers", so der Originaltitel, ist eine moderne Version des gleichnamigen Thrillers von David Cronenberg aus dem Jahr 1988. Rachel Weisz hat für ihre doppelte Hauptrolle von allen Seiten Lob für ihre herausragende schauspielerische Performance bekommen. Auch für die zeitgemäße Adaption des Films über die Grenzen der medizinischen Ethik wurde die sechsteilige Miniserie über den grünen Klee gelobt. Allerdings ist die Serie ebenso wie schon der Film ein verstörendes Film-Erlebnis und damit wohl nicht jedermanns Sache. Fans von Psychothrillern und Body-Horrorfilmen werden allerdings auf ihre Kosten kommen.
7. Nine Perfect Strangers (Anthologie: 2 Staffeln, 16 Episoden)
Anfangs ist schwierig festzumachen, worum es in diesem Mystery-Drama wirklich geht. Neun verschiedene Personen, die – wie der Titel bereits verrät – einander nicht kennen, verbringen zehn Tage in einem luxuriösen Wellness-Retreat namens Tranquillium House: die Bestseller-Autorin Francis (Melissa McCarthy), das junge Ehepaar Ben (Melvin Gregg) und Jessica (Samara Weaving), die von ihrem Ehemann verlassene Carmel (Regina Hall), der ehemalige Football-Star Tony (Bobby Cannavale), der Scheidungsanwalt Lars (Luke Evans) und die Familie Marconi, bestehend aus Vater Napoleon (Michael Shannon), Mutter Heather (Asher Keddie) und Tochter Zoe (Grace Van Patten). Alle Neun haben ein Trauma erlitten, deren wundersame Heilung die charismatische Betreiberin Masha Dmitrichenko (Nicole Kidman) verspricht. Dank der fesselnden Charakterportraits und der großartigen Besetzung entwickelt die an sich recht unspektakulär dahinplätschernde Handlung eine unheimliche Anziehungskraft, die sich langsam bis zum emotionalen Finale steigert.
In der zweiten Staffel dreht sich die Geschichte erneut um Nicole Kidman als Masha Dmitrichenko, die diesmal ein exklusives Luxus-Resort in den Alpen betreibt.
6. Beat (Miniserie, 7 Episoden)
Die deutsche Thriller-Serie besticht vor allem durch das in authentischen Bildern und zu einem packenden Soundtrack inszenierte Nachtleben Berlins. Vor dem Hintergrund der Clubbing-Szene gerät der Club-Promoter Robert Schlag, allseits bekannt als "Beat", zwischen die Fronten. Für Beat (Jannis Niewöhner) sind die dunklen Clubs die perfekte Flucht vor der Realität da draußen. Eine Party jagt die andere. Doch Beat ist auch bestens vernetzt. Diese Connections wollen Drogenermittler anzapfen, um an die Hintermänner dunkler Geschäfte mit Drogen und Waffen heranzukommen. Doch bald gerät Beat selbst ins Visier finsterer Gestalten, die sogar in Menschen- und Organhandel verstrickt sind. Der einzigartige Crime-Thriller wird von Amazon nicht fortgesetzt, was aber auch gar nicht sein muss. Die siebenteilige Geschichte würde zwar Potenzial für eine Fortsetzung bieten, ist aber eigentlich abgeschlossen.
5. Bienenschwarm (Miniserie, 7 Episoden)
Für die extrovertierte Dre (Dominique Fishback) läuft es gerade nicht so gut. Obwohl sie mit ihrer Schwester Marissa (Chloe Bailey) zusammenwohnt, ist sie einsam. Es mangelt ihr an Geld und Freunden. Was sie aber im Übermaß hat, ist die Bewunderung für die Sängerin Ni’Jah (Nirine S. Brown), deren reales Vorbild eindeutig Beyoncé ist. Sie gehört zum "Schwarm", dem harten Kern der bedingungslosen Superfans. Ihr ganzes Leben dreht sich um ihr großes Idol. Sie gibt ihrem labilen Leben Sinn und Stabilität. Doch wenn diese Stabilität gefährdet wird, kennt Dre kein Pardon. Wer ihren Star kritisiert, steht auf der Abschussliste – und zwar nicht nur sprichwörtlich!
"Swarm", so der Originaltitel, ist ein schräger Mix aus Coming-of-Age-Drama, Komödie und Horror-Thriller aus der Feder von Donald Glover ("Atlanta") und Janine Nabers ("Watchmen"). Anfangs schildert die 7-teilige Miniserie mit Humor wie Dre immer schrecklichere Dinge tut, doch dann kippt die Stimmung. Dabei wird in den 30-minütigen Episoden gar nicht versucht, tief in die Psychologie der Charaktere einzutauchen. Vielmehr zieht die Serie durch eine atemberaubende Handlung in ihren Bann.
Neben Dominique Fishback in der Hauptrolle glänzt die Serie mit einer großartigen Besetzung, unter anderem feiert Billie Eilish ihr Schauspieldebüt. Dabei sind auch: Chloe Bailey, Schwester von Halle Bailey ("Arielle"), Paris Jackson, Tochter von Michael Jackson, und Rory Culkin, Bruder von Macaulay Culkin. Ein Serien-Highlight für Gruselfans!
4. The Flight Attendant (Anthologie: 2 Staffeln, 16 Episoden)
Kaley Cuoco, bekannt als Penny aus "The Big Bang Theory", spielt in diesem gelungenen Mix aus Crime-Thriller und Komödie die Flugbegleiterin Cassie Bowden. Cassie ist ein Partygirl und dem Alkohol nicht abgeneigt. In Bangkok wacht sie völlig verkatert und ohne Erinnerung an den Vorabend neben der Leiche des schwerreichen Alex Sokolov (Michiel Huisman) auf. In Panik säubert sie das Hotelzimmer und fliegt zurück nach New York. Dort wird sie von FBI-Agenten erwartet, die sie zu den Vorfällen in Bangkok befragen wollen. Doch Cassie kann sich an diese Nacht nicht erinnern. Cassie muss herausfinden, was passiert ist und warum sie sich nicht mehr daran erinnern kann. Dabei hilft ihr der Ermordete als sprechende Halluzination in ihren Flashbacks. Was folgt, ist ein erfrischend humorvoller Murder-Mystery-Krimi und durchaus ernsthafter Selbstfindungstrip.
Dank des überraschenden Erfolges bekam die Miniserie noch eine zweite Staffel verpasst. In dieser Fortsetzung verschiebt sich der Fokus ein wenig vom Crime-Drama in Richtung eines Agenten-Thrillers: Cassie arbeitet als Zivilistin für die CIA und verstrickt sich wieder in Mordfälle. Die Originalität der ersten Staffel wird nicht mehr erreicht, eher "more of the same" geboten.
3. Cruel Summer (Anthologie: 2 Staffeln, 20 Episoden)
Der nicht gerade treffende Titel "Cruel Summer" lässt auf eine seichte Teenie-Serie schließen. Doch der Schein trügt. So könnte man auch die gesamte Serie zusammenfassen. Im Mittelpunkt des ganz und gar nicht seichten Crime-Dramas, das an die Mystery-Kultserie "Twin Peaks" erinnert, stehen tatsächlich zwei Teenage-Mädchen. Das eine Mädchen, die glamouröse Kate Wallis (Olivia Holt, bekannt als Marvel-Superheldin Dagger aus "Cloak & Dagger"), stammt aus einer angesehenen Familie und ist an der Schule allseits beliebt. Das andere Mädchen, die schüchterne Jeanette Turner (Chiara Aurelia), stammt aus einer Mittelstand-Familie und führt an der Highschool ein unscheinbares Nerd-Dasein. Doch das ändert sich als Kate im Jahr 1993 spurlos verschwindet. Jeanette blüht auf. Als Kate rund ein Jahr später aus dem Keller eines Lehrers an der Highschool der Kleinstadt befreit wird, wirft sie ihrer Mitschülerin in einem TV-Interview unterlassene Hilfeleistung vor. Jeanette habe gesehen, dass sie im Keller des Lehrers eingesperrt war. Statt Hilfe zu holen, habe sie jedoch ihr Leben und ihren Freund Jamie (Froy Gutierrez) übernommen. Jeanette wird zum meistgehassten Teenager des Ortes.
Das ist der Auftakt zu einer spannenden Aufdeckungsgeschichte, die auf drei Zeitebenen und aus den Perspektiven der beiden Mädchen langsam aufgerollt wird. Immer mit der quälenden Frage im Hinterkopf: Welches der beiden Mädchen lügt?
Die ursprünglich als Miniserie geplante Serie ist – wohl aufgrund des Erfolges der ersten Staffel – zur Anthologie-Serie geworden. In der zweiten Staffel wird eine völlig neue, aber ähnliche Geschichte erzählt: Die ehemaligen Freundinnen Megan (Sadie Stanley) and Isabella (Lexi Underwood) werden durch ein Sexvideo in den Mordfall ihres Schwarms Luke (Griffin Gluck) verstrickt. Die Handlung erstreckt sich diesmal von 1999 bis 2000. Allerdings hat die zweite Staffel Längen und schafft es nicht mehr, den Zuschauer so in den Bann zu ziehen wie zuvor in Staffel 1.
2. The Night Manager (Anthologie: 2 Staffel, 14 Episoden)
Fesselnder Mix aus Krimi- und Agenten-Serie mit großartiger Besetzung: Während des Arabischen Frühlings im Jahr 2011 wird der Nachtmanager eines Luxushotels in Kairo, Jonathan Pine (Tom Hiddleston, bekannt als Marvel-Schurke Loki), in ein illegales Waffengeschäft hineingezogen. Der Waffenhändler Richard Roper (Hugh Laurie, bekannt aus "Dr. House") scheint beste Beziehungen zum britischen Geheimdienst zu pflegen. Pine wird angeworben, um seine Organisation zu infiltrieren.
Mit der späten zweiten Staffel wird auch diese Miniserie zur Anthologie: Jonathan Pine ist nun regulärer Geheimdienstmitarbeiter, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird.
1. Fleabag (2 Staffeln, 12 Episoden)
Ebenso lustige wie anzügliche Dramedy mit dem herrlich trockenen Humor von Drehbuchautorin Phoebe Waller-Bridge, die auch die Hauptrolle spielt. Fleabag neigt zu schmutzigen Gedanken und zu Selbstgesprächen. Immer wieder wendet sie sich mit Kommentaren direkt an den Zuschauer, vor allem während dem Sex oder um über Anwesende herzuziehen. Oder beides! Ihr Liebesleben ist ebenso chaotisch wie ihr Familienleben und ihr kleines Café läuft schlecht. In der zweiten Staffel fühlt sich Fleabag zu allem Übel auch noch zu einem Priester hingezogen. Noch dazu zu jenem Priester, der ihren Vater mit ihrer verhassten Stiefmutter verheiraten soll.
Alles in allem glänzt "Fleabag" durch den einzigartigen Humor, der meist unausgesprochen zwischen den Zeilen und verstärkt durch die Mimik der Hauptdarstellerin entsteht. Nach zwei Staffeln ist die erfrischend-frivole Geschichte bestehend aus 12 halbstündigen Episoden auch schon wieder abgeschlossen – eine Serie wie ein One-Night-Stand!
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