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10 RomComs ohne Happy End für das Liebespaar | © Lionsgate

10 RomComs ohne Happy End für das Liebespaar

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Romantische Komödien sind beliebt für das nahezu obligatorische Happy End, aber nicht in allen RomComs kommen die Hauptcharaktere am Schluss zusammen.

Das Happy End gehört zur romantischen Komödie (RomCom) wie das Amen im Gebet, sollte man meinen. Doch hier scheiden sich die Geister. Das Happy End im Sinne dessen, dass die beiden Hauptcharaktere am Schluss zusammenkommen, ist kein obligatorisches Merkmal einer RomCom – auch wenn es in den allermeisten Fällen passiert (vor allem bei den märchenhaften Weihnachts-RomComs).

Wir halten uns an dieser Stelle an die minimalistische Definition einer romantischen Komödie. Demnach ist eine RomCom ein Film, in dem (1.) eine romantische Liebesgeschichte zwischen zwei zentralen Charakteren im Mittelpunkt steht und (2.) Humor eine zentrale Rolle spielt. Es muss also mindestens so sehr darum gehen, dich zum Lachen (oder Schmunzeln) zu bringen, wie es darum geht, dich zum Weinen zu bringen. Geht es hauptsächlich um die melodramatische Inszenierung der Liebe oder endet die Geschichte sogar tragisch, ist es ein Liebesdrama (z.B. "Ein Offizier und Gentleman", "Romeo & Julia", "Titanic"). Wenn der Film auch ohne Liebesgeschichte funktioniert – es für die Charaktere am Ende also egal ist, ob sie als Liebespaar zusammenkommen – handelt es sich meist um Komödien, Coming-of-Age-Dramen oder ähnliches, obwohl die Grenzen hier fließend sind (z.B. "Brautalarm", "Natürlich blond", "Miss Undercover"). 

SPOILER ALARM: Die Hoffnung auf das Happy End bewahren

So weit, so gut. Das Happy End ist populär und weit verbreitet, aber kein Muss bei einer romantischen Komödie. Der Reiz einer RomCom ist allerdings die Hoffnung auf ein Happy End. Und damit sind wir auch schon beim SPOILER ALARM!

Gerade wegen des von vielen erwarteten und meist auch gelieferten Happy Ends sind viele RomComs sehr vorhersehbar. Das gehört in diesem Genre aber dazu. Umso mehr überraschen und begeistern RomComs, die diese Erwartung brechen. Wenn du dir diese Überraschung bewahren willst, dann solltest du jetzt an dieser Stelle aussteigen – und keinesfalls weiterlesen. Denn die folgenden Filme sind bewegende und wunderbare RomComs ohne Happy End. 

 

Annie-Hall_1977_MGM-UA_01 | © MGM / UA

Der Stadtneurotiker (1977)

"Annie Hall", so der Originaltitel, steht im Mittelpunkt der melancholischen, aber auch sehr witzigen Abhandlungen des von Woody Allen gespielten New Yorker Comedian Alvy Singer. Er sinniert über seine gescheiterte Beziehung zur titelgebenden Annie Hall (Diane Keaton), was sich in amüsanten Monologen über die Liebe und Beziehungen zwischen Männer und Frauen niederschlägt. Dabei beeindruckt der Film mit – für die damalige Zeit – originellen Stilmitteln, etwas der direkten Ansprache des Publikums (Breaking the Fourth Wall), nicht linearer Erzählweise und surrealen Momenten (wie einer Zeichentrick-Szene). Nicht umsonst räumte der Film 1978 die vier begehrtesten Oscars ab (Bester Film, Beste Regie, Bestes Original Drehbuch und Beste Hauptdarstellerin). Im Film gab es für Alvy und Annie aber kein Happy End. 

"Der Stadtneurotiker" ist zurzeit bei Prime Video zu sehen und im Prime-Channel MGM enthalten. 

Once_2006_Summit-Entertainment_01 | © Summit Entertainment

Once (2006)

Dieser Low-Budget-Independentfilm aus Irland überzeugt nicht nur mit dem gefühlvollen Soundtrack, der von Hauptdarsteller Glen Hansard stammt. Er spielt einen (namenlosen) Straßenmusiker, der sich in Dublin mit einer (ebenfalls namenlosen) tschechischen Pianistin anfreundet. Über die gemeinsame Begeisterung für Musik kommen sie einander näher. Sie hat eine zweijährige Tochter, ihr Ehemann ist aber in Tschechien geblieben. Er trauert einer vergangenen Beziehung nach. Sie ermutigt ihn, seinen Träumen zu folgen und eine Demo-CD in einem Dubliner Studio aufzunehmen. 

"Once" ist als Leihangebot bei Prime Video verfügbar. 

Sombody-I-Used-To-Know_2023_Amazon_01 | © Amazon

Somebody I Used To Know (2023)

Nachdem die Reality-Show der ehrgeizigen TV-Produzentin Ally (Alison Brie) eingestellt wurde, versucht sie ihrer miesen Stimmung für ein paar Tage durch eine Auszeit in ihrem Heimatort zu entkommen. Ihr letzter Besuch in dem offensichtlich von bayerischen Einwanderern geprägte Dorf liegt schon einige Jahre zurück. Dort trifft sie auf ihre erste Liebe Sean (Jay Ellis), den sie vor Jahren für ihre Karriere in Los Angeles zurückgelassen hat. Ein nostalgischer Abend mit ihm weckt ihre Gefühle für ihn wieder, doch bald muss sie feststellen, dass Sean kurz vor der Hochzeit mit Cassidy (Kiersey Clemons) steht. Was folgt, ist eine bewegende Geschichte, aber eben keine Liebesgeschichte – zumindest keine, bei der Ally im Mittelpunkt steht, auch wenn sie es gerne hätte. 

"Somebody I Used To Know" ist bei Prime Video im Programm. 

Young-Adult_2011_Paramount_3 | © Paramount

Young Adult (2011)

"Young Adult" nützt die vollkommen unrealistischen Erwartungshaltungen der romantischen Komödie rücksichtlos aus, um dem Publikum mit einer heftigen Prise Realität eine ernüchternde Ohrfeige zu verpassen. Sehenswert ist dieser fiese RomCom-Fake dank der einfühlsamen Gratwanderung zwischen Drama und Komödie, dem schwarzen Humor, dem Sarkasmus und der Melancholie – und natürlich vor allem dank der Performance von Charlize Theron: Bei Mavis (Theron) läuft es gerade nicht so toll. Mitte 30, geschieden und auch beruflich läuft es bei der Jugendbuch-Autorin nicht optimal. Ein E-Mail von Buddy (Patrick Wilson), ihrem Ex-Freund aus Highschool-Zeiten, löst eine Krise bei ihr aus. Sie beschließt in ihre ungeliebte Heimatstadt zurückzukehren, um Buddy zurückzuerobern. Doch der Mann ist verheiratet und gerade Vater einer kleinen Tochter geworden. 

"Young Adult" ist bei Paramount+ zu sehen. 

When-We-First-Met_Netflix_05295r | © Netflix

When We First Met (2018)

In diesem amüsanten Mix aus Zeitschleife und romantischer Komödie trauert Noah (Adam DeVine) seiner verpassten Chance bei seiner großen Liebe Avery (Alexandra Daddario) nach. Seit einer perfekten Nacht vor drei Jahren ist aus seiner Liebe nur eine beste Freundschaft geworden. Nun ist es zu spät, denn Noah befindet sich auf der Hochzeit von Avery mit ihrem Traummann. Da entdeckt Noah einen Fotoautomaten, der ihn immer wieder in jene Nacht vor drei Jahren zurückbringt. Kann er seine Chance bei Avery doch noch nutzen? Jedenfalls gibt ihm die Zeitmaschine immer wieder die Gelegenheit dazu – doch es kommt immer wieder anders als Noah es sich vorstellt. 

"When We First Met" ist bei Netflix zu sehen. 

La-La-Land_2016_Lionsgate_03 | © Lionsgate

La La Land (2016)

Die sechsfach Oscar-prämierte Musical-RomCom mit Ryan Gosling und Emma Stone ist eine Hommage an die romantischen Hollywood-Musicalfilme im Stil von "Singin' in the Rain": Mia (Stone) und Sebastian (Gosling) wollen beide in Los Angeles Karriere machen. Sie als Schauspielerin, er als Jazzpianist. Mit Nebenjobs halten sie sich über Wasser. Das Liebespaar versucht gemeinsam die Höhen und Tiefen des Künstlerlebens in der Traumfabrik zu durchschiffen. Doch bald müssen sie feststellen, dass sie sich bei ihrem Streben nach Erfolg oft gegenseitig im Wege stehen. Am Ende müssen sie sich auf der Jagd nach ihren Träumen zwischen Liebe und Erfolg entscheiden. 

"La La Land" ist als Leihangebot bei Prime Video verfügbar und im Prime-Channel ARTHAUS+ enthalten.

Lost-in-Translation_2003_Focus-Feature_01 | © Focus Feature

Lost in Translation (2003)

Die romantische Tragikomödie von Regisseurin und Drehbuchautorin Sofia Coppola lebt von der elektrisierenden Chemie zwischen Bill Murray und Scarlett Johansson: Bob Harris, ein alternder Schauspieler, trifft in einem Hotel in Tokio auf die gelangweilte Charlotte, die ihren berühmten Ehemann auf einer Geschäftsreise begleitet. Beide leiden an Schlaflosigkeit. An der Hotelbar kommen sie einander bei nächtlichen Drinks und endlosen Gesprächen näher. Obwohl es nie als realistische Option erscheint, dass die beiden als Paar enden, ist das romantisches Knistern zwischen dem älteren Herrn und der jungen Frau nicht von der Hand zu weisen. Das flüchtige Aufeinandertreffen der beiden Seelenverwandten hinterlässt ein bittersüßes Gefühl der Melancholie. 

"Lost in Translation" ist zurzeit bei keinem Streaming-Anbieter im Programm, aber als DVD/Blu-ray erhältlich.

500-Days-of-Summer_2009_Fox-Searchlight_Disney_02 | © Disney

500 Days of Summer (2009)

Der Independent-Liebesfilm ist darauf ausgelegt, die gewohnten Regeln der romantischen Komödie in Frage zu stellen. Im Mittelpunkt steht der hoffnungslose Romantiker Tom (Joseph Gordon-Levitt). Er verliebt sich in seine Arbeitskollegin Summer Finn (Zooey Deschanel, bekannt als Jess aus "New Girl"). Tatsächlich kommen die beiden zusammen, doch Summer sieht die Beziehung wesentlich nüchterner als Tom. Sie glaubt nicht an die wahre Liebe. Als Summer am 290. Tag ihrer Beziehung Schluss macht, verfällt Tom in eine tiefe Depression. Wird er Summer zurückerobern können? Was folgt, wandert jedenfalls nicht auf vorhersehbaren romantischen Pfaden. 

"500 Days of Summer" ist bei Disney+ zu sehen. 

Celeste-Jesse-Forever_2012_Sony_01 | © Sony Pictures

Celeste & Jesse Forever (2012)

Am Anfang dieser Rom-Com mit Hang zur Melancholie steht eine Scheidung: Die beruflich erfolgreiche Celeste (Rashida Jones) und der chaotische Slacker Jesse (Andy Samberg), beide Mitte 30, wollen nach ihrer sechsjährigen Ehe beste Freunde bleiben. Sogar der Freundeskreis der beiden finden ihre innige Beziehung nach der Scheidung echt schräg. Deshalb beginnen beide wieder sich mit anderen zu treffen. Nach einem One-Night-Stand wird Jesse ungeplant Vater. Nun wird Celeste langsam klar, dass sie einen Fehler gemacht hat. Was folgt, ist eine unterschätzte Liebesgeschichte mit witzigen Dialogen und auch sonst allem, was eine bewegende RomCom braucht – nur eben keinem Happy End. 

"Celeste & Jesse Forever" ist als Leihangebot bei Prime Video verfügbar. 

Die-Hochzeit-meines-besten-Freundes_1997_Sony_01 | © Sony Pictures

Die Hochzeit meines besten Freundes (1997)

Zwölf Jahre vor "500 Days of Summer" hat schon "My Best Friend's Wedding" die Genremuster der romantischen Komödie auf den Kopf gestellt. Der Film spielt in doppelter Hinsicht mit den Erwartungshaltungen des RomCom erprobten Publikums am Ende der 90er-Jahre: Nach "Pretty Woman" hätte niemand erwartet, dass gerade Julia Roberts am Schluss allein nach Hause geht und die Genremuster der romantischen Komödie auf den Kopf gestellt werden. Sie mit dieser Rolle zu besetzten, muss als genialer Schachzug betrachtet werden. Denn Roberts spielt im Film eigentlich die unsympathische Rolle der Julianne Potter: Als sie erfährt, dass ihr langjähriger bester Freund Michael (Dermot Mulroney) heiraten will, wird ihr plötzlich klar, dass sie ihn liebt. Selbstsüchtig beschließt sie, die Hochzeit zu sabotieren. Auch die Tatsache, dass Michaels Braut Kimberly (Cameron Diaz) sehr nett ist und sich das Paar wirklich liebt, hält sie von ihrem Plan nicht ab. 

"Die Hochzeit meines besten Freundes" ist zurzeit bei Sky zu sehen und bei Prime Video als Leihangebot verfügbar. 

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