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Irgendwann in den 80er-Jahren schlägt sich Arthur Fleck (Joaquin Phoenix) als Möchtegern-Standup-Comedian in der düsteren Großstadt Gotham City durchs Leben. Der psychisch labile Mann kämpft mit seiner Einsamkeit. Durch seine soziale Isolation und all den Schmerz, der sich in ihm aufstaut, ist Arthur eine tickende Zeitbombe, die früher oder später zu explodieren droht.
Regisseur und Drehbuchautor Todd Phillips ("Hangover") beeindruckt mit "Joker" nicht nur, weil es sich bei seinem Film um keine typische Verfilmung der DC-Superhelden-Comics handelt. Visuell und thematisch ist das Crime-Drama von den Filmen des Kult-Regisseurs Martin Scorsese inspiriert: Die Geschichte ist ein Mix aus dessen Filmen "Taxi Driver" (1976) und "King of Comedy" (1982) in der Welt von Gotham City.
Phoenix liefert in der Hauptrolle dieser düsteren Charakterstudie eine beeindruckende Performance ab. Mit dem DC-Superschurken hat dieser Joker allerdings wenig zu tun. Wie die Bildsprache dient auch das beklemmende Thema rund um mentale Erkrankungen und soziale Isolation vor allem als Stilmittel. Das macht "Joker" ein wenig zum Fake, der vorgibt, Superhelden-Film und Sozialdrama in Einem zu sein – aber in beide Welten nicht wirklich tief eintaucht.
"Joker" war im Jahr 2019 dennoch höchst erfolgreich: Bei einem Produktionsbudget von nur 55 Mio. Dollar spielte der Film als erster R-Rated-Film über 1 Mrd. Dollar an den Kinokassen ein. Damit zählt "Joker" zu den erfolgreichsten Blockbuster-Filmen aller Zeiten.
Regie:
McG
Besetzung:
Samara Weaving, Judah Lewis, Robbie Amell


Trailer
