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In der direkten Fortsetzung von "Joker" sitzt Arthur Fleck (Joaquin Phoenix) nach seinem Amoklauf vor laufenden Kameras im Arkham-Gegängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Seine Anwältin Maryanne Stewart (Catherine Keener) will auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren, um ihn vor der Todesstrafe zu bewahren. Als Arthur die auf ihn fixierte Lee Quinzel (Lady Gaga) kennenlernt, fühlt er sich endlich nicht mehr alleine. Doch sie will, dass er seine Joker-Persönlichkeit voll und ganz auslebt.
"Joker: Folie à Deux" wurde von den Fans des ersten Films mit Sehnsucht erwartet und dann mit Inbrunst gehasst. Tatsächlich liefert Todd Phillips eine unerwartete Fortsetzung, die mit den Erwartungen des Publikums spielt. Von Kritikern wurde oft sogar behauptet, dass der Film sein Publikum vor den Kopf stößt. Dazu trägt wohl auch bei, dass die Gedankenwelt von Arthur diesmal als Musical dargestellt wird.
Im Gegensatz zum ersten Film war "Joker: Folie à Deux" ein von den Fans abgelehnter Kino-Flop. Doch das heißt keinesfalls, dass das Sequel ein schlechter Film ist. Im Gegenteil: Phillips liefert eine überzeugende Charakterstudie, die die Glorifizierung eines psychisch labilen Gewalttäters als eine Art Superhelden dekonstruiert. Arthur wird als das dargestellt, was er ist: ein kranker Mann, der Hilfe braucht. Trotzdem liefert der Film auch eine Superschurken-Vorgeschichte, die sich in den DC-Kanon einfügt. Wer also offen für Unerwartetes ist, wird mit einem sehenswerten Drama belohnt.
Regie:
McG
Besetzung:
Samara Weaving, Judah Lewis, Robbie Amell


Trailer
