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Im Chicago der 1930er-Jahre bittet der bereits vor über 100 Jahren von Frankenstein geschaffene Frank (Christian Bale) die Wissenschaftlerin Dr. Cornelia Euphronius (Annette Bening), seine Einsamkeit zu beenden. Er will eine Gefährtin, die so ist wie er. Widerwillig stimmt sie zu und die beiden holen die kürzlich brutal zu Tode gekommene Ida (Jessie Buckley) ins Leben zurück.
Was folgt, ist eine von der Schauspielerin Maggie Gyllenhaal opulent in Szene gesetzte "Bonnie & Clyde"-Geschichte, die sich als Frankenstein-Geschichte tarnt. Oder ist es doch ein feministisches #MeToo-Drama? Ein rebellisches Epos gegen toxische Männlichkeit? Eine "Romeo- und Julia"-Liebesgeschichte? Eine Reminiszenz an Mary Wollstonecraft Shelley, Autorin des Buches? Auch die Originalfilme der 30er-Jahre und an die alten Stepptanz-Filme mit Ginger Rogers und Fred Astaire werden gefeiert. "The Bride!" will von allem etwas sein und ist dann von allem nicht so viel, wie es hätte sein können. Weniger wäre bei diesem überambitionierten Film mehr gewesen.
Das alles ist aber Jammern auf hohem Niveau: Denn "The Bride!" ist auf jeden Fall unterhaltsam und sehenswert, vor allem wenn man die alten Frankenstein-Monsterfilme mag (an "Poor Things" kommt der Film aber nicht heran). Gyllenhaal liefert mit ihrer zweiten Regiearbeit (nach "Frau im Dunkeln") einen ungewöhnlichen Genre-Mix ab, glänzt mit opulenten Bildern und einer starken Besetzung.
"The Bride" ist zurzeit nur im Kino zu sehen.
Regie:
McG
Besetzung:
Samara Weaving, Judah Lewis, Robbie Amell
Trailer