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Im Jahr 1932 kehren die Brüder Smoke und Stack (beide gespielt von Michael B. Jordan) in ihren Heimatort im Mississippi-Delta zurück, wo sie immer noch als knallhartes Gangster-Duo bekannt sind. Dort wollen sie ein Juke Joint eröffnen: ein Tanzlokal für Afro-Amerikaner, in dem neben Alkohol auch Glücksspiel und alles angeboten wird, was man für einen gelungenen Abend braucht. Doch in der Nacht der Eröffnung tauchen drei seltsame Fremde auf und bitten um Einlass.
Was folgt, ist ein von Ryan Coogler ("Black Panther") mit großen Ambitionen episch in Szene gesetzter, aber wenig origineller Film. Die Oscar-Jury war offenbar anderer Meinung und verschaffte dem Film die bisherige Rekordzahl von 16 Nominierung.
"Sinners", so der schlichte Originaltitel, überzeugt mit einer guten Besetzung und einer epischen Inszenierung. Coogler setzt auch die schwarze Kultur der Südstaaten opulent in Szene, bleibt dabei aber ebenso klischeehaft wie schon bei der Darstellung afrikanischer Kultur in "Black Panther". Der größte Mangel des Films ist aber die langatmige und wenig originelle Geschichte, die auf mehreren Ebenen wie ein vorhersehbarer Abklatsch von "From Dusk Till Dawn" daherkommt.
Ein guter Genrefilm, aber sicher kein Oscar-Material. Die Nominierungen sind wohl auf Cooglers Ruf als angesagter Black-Community-Regisseur zurückzuführen und die Bestrebungen der Oscar-Jury, den Ruf als Club weißer Männer loszuwerden. Wer imposante Vampir-Action mag, wird mit "Blood & Sinners" aber gut unterhalten werden.
Regie:
McG
Besetzung:
Samara Weaving, Judah Lewis, Robbie Amell
Trailer