Die 12 besten Science-Fiction-Serien zurzeit auf Netflix | © Netflix

Die 12 besten Science-Fiction-Serien zurzeit auf Netflix

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In diesen Sci-Fi-Serien geht's um Weltraum-Abenteuer und futuristische Technologien, nicht um den Weltuntergang oder Endzeit-Geschichten.

Wer bei Netflix nach Science-Fiction-Serien sucht, bekommt sie im Paket mit Fantasy-Serien serviert. Der Unterschied ist fließend, wie "Star Wars" vor Augen geführt hat – aber durchaus vorhanden. Die Unterscheidung bei Netflix ist ebenso schwammig wie bei Prime Video: 

Das liegt wohl auch daran, dass Science-Fiction ein vielfältiges Genre ist. Endzeit-Serien – und damit theoretisch auch Zombie-Serien – sind Serien, die in einer düsteren Zukunft spielen. Also sind sie eine eigene Subkategorie des Sci-Fi. Aber richtiges (Hard-) Science-Fiction-Feeling kommt nur auf, wenn Weltraum-Abenteuer und futuristische Technologien wie Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt stehen.

Wir haben daher Netflix nach echten Science-Fiction-Serien durchkämmt und dabei letztendlich drei großartige Serien außer Acht gelassen: "Stranger Things" ist nicht dabei, weil es zwar formal durchaus als Sci-Fi durchgeht, aber vor allem Horror- & Fantasy-Feeling aufkommt. Die wunderbaren Endzeit-Serien "Sweet Tooth" und "Snowpiercer" sind nicht dabei, weil in beiden Fällen das Endzeit-Element überwiegt. "Sweet Tooth" fühlt sich – ähnlich wie "Stranger Things" –mehr nach Fantasy als Sci-Fi an. Herausgekommen sind diese 12 Serien-Tipps für Science-Fiction-Fans: 

Star-Trek-Deep-Space-9_serie_Paramount_02 | © Paramount

12. Star Trek: Deep Space Nine (Staffeln: 7)

Die klassischen "Star Trek"-Serien sind zwar heute nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, aber pure Nostalgie für Sci-Fi-Fans. Neben der immer wieder lustigen Originalserie ist die erste Spinoff-Serie des populären Reboots "Star Trek: The Next Generation" unser Favorit. Hier übernimmt Captain Benjamin Sisko (Avery Brooks) das Kommando auf der Raumstation Deep Space Nine im Orbit des Planeten Bajor. Die Föderation hat dort eine Vermittlerrolle zwischen den ehemaligen Besatzern, den Cardassianern, und den nun befreiten Bajoranern. Außerdem gewinnt die Raumstation eine besondere strategische Bedeutung als in der Nähe ein stabiles Wurmloch in den weit entfernten Gamma-Quadranten entdeckt wird.

Trotz interessantem Setting und großartigem World Building wird die Serie erst im Laufe der dritten Staffel wirklich gut. Fun-Fact: Das lässt sich an der Haarpracht von Sisko festmachen. Etwa ab dem Zeitpunkt, wo Sisko als cooler Glatzkopf auftritt (ab Staffel 4), wird auch die Serie immer besser und entwickelt immer mehr staffelübergreifende Handlungsstränge. In der finalen Staffel hatte sich "Deep Space Nine" zur Lieblingsserie vieler Trekkies gemausert, die nicht die Originalserie für die beste aller "Star Trek"-Serien hielten. 

Bei Netflix sind neben der Originalserie "Raumschiff Enterprise" und dem populären Sequel "Star Trek: The Next Generation" auch die Spinoff-Serie "Star Trek: Voyager" und die Prequel-Serie "Star Trek: Enterprise" zu sehen.

Alle "Star Trek"-Serien, neben den Klassikern auch die neuen Serien "Discovery", "Picard" und "Strange New Worlds", sind übrigens bei Paramount+ im Programm.

Sense8_211_Netflix_01878_R | © Netflix

11. Sense8 (Staffeln: 2)

Als eine geheimnisvolle Frau namens Angelica sich selbst opfert, um nicht von einer ebenso mysteriösen Geheimorganisation gefangen genommen zu werden, wird eine telepathische Verbindung zwischen acht völlig fremden Menschen aktiviert. Die über die ganze Welt verstreuten Personen sind fortan miteinander emotional und mental verbunden. Sie können nicht nur die Gefühle der anderen spüren, sondern teilen auch ihr Wissen, ihre Sprachen und Fähigkeiten. Das ist für Capheus in Nairobi, Sun in Seoul, Kala in Mumbai, Wolfgang in Berlin, Riley in London, Lito in Mexico City, Nomi in San Francisco und Will in Chicago zunächst einmal höchst verwirrend. Bald finden sie heraus, dass sie sogenannte "Sensorien" sind und von einer Organisation namens BPO gejagt werden.

Die Sci-Fi- & Mystery-Serie aus der Feder von Lana und Lilly Wachowski ("Matrix") sowie J. Michael Straczynski ("Babylon 5") braucht ein wenig, um in Fahrt zu kommen. Dann glänzt sie aber mit stimmiger Atmosphäre und starken Charakteren.

Maniac_110_Unit_01308_RC | © Netflix

10. Maniac (Staffeln: 1)

"Maniac" hat 2018 für jede Menge Gesprächsstoff gesorgt: Die Meinungen schwankten von "visuelles Meisterwerk" bis "langweiliger Serien-Wirrwarr". Die Miniserie ist also nicht jedermanns Sache. Aber wer sich auf psychedelische Verwirrungen und schräge Wendungen einstellt oder sogar ein Faible für schräge Plots wie etwa bei der Serie "Legion" hat, ist hier richtig. Worum geht's? Oberflächlich betrachtet um zwei Menschen, die an einer pharmazeutischen Studie teilnehmen: Owen (Jonah Hill) und Annie (Emma Stone) wird die endgültige Heilung all ihrer psychologischen Probleme und seelischen Leiden im Zuge eines experimentellen Verfahrens versprochen. Der Supercomputer Gertie analysiert ihre Traumata und lässt sie diese mit Hilfe von drei Pillen noch einmal durchleben. Doch dem Supercomputer passiert ein Fehler und die eigentlich getrennten Traumzustände von Owen und Annie finden gemeinsam statt. Was folgt ist eine fantastische Reise durch verschiedene Filmgenres, Zeiten, Welten oder doch nur Traumebenen. 

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9. Love, Death + Robots (Staffeln: 3)

Diese großartige Sci-Fi- & Fantasy-Serie beeindruckt mit 12- bis 20-minütigen Animationsfilmen, die jeweils eine abgeschlossene Story erzählen. Die Kurzfilme kreisen meist um Science-Fiction-Themen, aber auch Episoden mit Horror- und Fantasy-Geschichten sind dabei. Der Animationsstil der einzelnen Folgen unterscheidet sich teilweise recht stark, aber es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Unsere Favoriten sind die fotorealistischen Sci-Fi-Kurzfilme, beispielsweise "Jenseits des Aquila-Rifts", "Sonnies Vorteil" (Staffel 1), "Jäger und Gejagte", "Snow in der Wüste" (Staffel 2) und das beeindruckend animierte Fantasy-Abenteuer "Jibaro" (in Staffel 3, in diesem Fall ist es nicht Sci-Fi). Die kurzweiligen Geschichten von "Love, Death + Robots" kann man sich immer wieder anschauen. Manche dieser faszinierenden Welten hätten sogar das Zeug zur Spielfilmlänge. 

Better-than-us_BYW_Netflix_2 | © BYW / Netflix

8. Better Than Us (Staffeln: 1)

In dieser russischen Sci-Fi-Serie haben Roboter zahlreiche Aufgaben im Alltag übernommen. Die oberste Maxime der Roboter sind Asimovs Regeln der Robotik, wonach Androiden keinem Menschen Schaden zufügen können. Dennoch tötet im Moskauer Unternehmen CRONOS die hochentwickelte Androiden-Frau Arisa (Paulina Andreeva) einen Mann und flieht. Auf der Flucht trifft sie die kleine Sonja und registriert das Mädchen als ihre Benutzerin. Damit wird sie zu ihrer Beschützerin und zum Mitglied der Familie Safronowa. Das führt in der Familie zu Konflikten. Aber auch die Firma, aus der Arisa geflohen ist, will ihren Roboter wieder haben. Ähnlich wie die schwedische Serie "Real Humans" und das britische Remake "Humans" überzeugt auch "Better Than Us" mit starken Charakteren und einem spannenden Plot. 

Osmosis_104_Unit_00088_R | © Netflix

7. Osmosis (Staffeln: 1)

Die vielgelobte Sci-Fi-Serie aus Frankreich erinnert an "Black Mirror", ist aber nicht so düster und dystopisch: In einer nahen Zukunft steht ein Pariser Unternehmen kurz vor der Einführung eines Produkts, das die wahre Liebe verspricht. Durch eine App kombiniert mit einem als Pille eingenommenes Implantat soll es möglich werden, den perfekten Seelenzwilling für eine dauerhaft glückliche Liebesbeziehung zu finden. Kurz vor der Markteinführung wird ein Betatest an zwölf Probanden durchgeführt, der natürlich nicht nach Plan verläuft. 

Die Serie "The One" hat ein sehr ähnliches Thema und ist ebenfalls bei Netflix im Programm. 

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6. Alice in Borderland (Staffeln: 2)

Die japanische Action-, Sci-Fi- & Fantasy-Serie wird gerne mit dem südkoreanischen Serien-Hit "Squid Game" verglichen, war aber schon vorher bei Netflix zu sehen. Im Mittelpunkt steht ein erbarmungsloser Überlebenskampf, der wie ein Spiel aufgebaut ist. Anders als bei "Squid Game" findet dieser Kampf aber in einer mysteriösen Parallelwelt statt und erinnert an Videogames. In einem scheinbar menschenleeren Tokio kämpft eine Gruppe rund um den 24-jährigen Gamer Arisu (Kento Yamazaki) ums Überleben und sucht nach Möglicheiten der Rückkehr in die wahre Welt. 

Travelers_304_LH_1070 | © Netflix

5. Travelers (Staffeln: 3)

In dieser fantastischen Zeitreise-Serie wurde die Erde in ferner Zukunft durch Umweltkatastrophen und Kriege verwüstet. In der Gegenwart versucht Einsatztruppen von Zeitreisenden, sogenannte "Travelers", den Eintritt fataler Ereignisse zu verhindern, um die Zukunft der Erde zu retten. Dabei übernehmen die Reisenden aus der Zukunft die Identität und das Bewusstsein von Menschen, die in der Gegenwart gestorben wären. Im Mittelpunkt der Serie steht das fünfköpfige Travelers-Team des FBI-Agenten Grant MacLaren (Eric McCormack). 

The-Silent-Sea_Netflix_104_DSCS7670 | © Netflix

4. The Silent Sea (Staffeln: 1)

In dieser epischen Science-Fiction-Miniserie aus Südkorea geht es um eine gefährliche Mission zu einer Forschungsstation auf dem Mond. Das Team von Missionsleiter Han Yunjae (Gong Yoo) soll mysteriöse Proben sicherstellen und zur Erde bringen, die als letzte Hoffnung der Menschheit gelten. Denn die Erde steht durch akuten Wassermangel am Abgrund. Zu seinem Team gehört auch die Astrobiologin Dr. Song Jian (Bae Doona). Sie nimmt vor allem an der Mission teil, um herauszufinden, was bei einem Vorfall auf der Mondstation passiert ist, bei dem alle Besatzungsmitglieder getötet wurden – darunter auch ihre Schwester. "The Silent Sea" ist ein spannendes Weltraum-Abenteuer, das an Filme wie "Life" oder "Gravity" erinnert. 

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3. Lost in Space (Staffeln: 3)

Bei der Besiedelung eines fernen Planeten kommen einige Kolonieschiffe des gigantischen Mutterschiffs "The Resolute" vom Kurs ab. Gestrandet auf einem unbekannten Planeten, müssen die Jupiter-Kolonieschiffe schleunigst wieder Anschluss an das Mutterschiff finden. Dabei übernehmen die ehrgeizige Ingenieurin Maureen Robinson (Molly Parker) und ihr Mann, der Pilot John Robinson (Toby Stephens), eine federführende Rolle. Auch die beiden Töchter Judy und Penny und der jüngste Sohn Will setzen alles daran, das Kolonieschiff wieder startklar zu bekommen. Dabei geht allerdings alles schief, was nur schief gehen kann. Außerdem entdeckt Will einen außerirdischen Roboter. Zwischen den beiden entwickelt sich eine mysteriöse Beziehung. Die Kriminelle June Harris (Parker Posey), die sich als Psychologin Dr. Smith ausgibt, will den Roboter für ihre egoistischen Ziele nutzen und sorgt damit neben der Action auch für jede Menge Intrigen.

Die Netflix-Serie ist ein gelungener Reboot der gleichnamigen Science-Fiction-Serie aus den 60er-Jahren, die in deutscher Sprache unter dem Titel "Verschollen zwischen fremden Welten" bekannt war. Neben dem zeitgemäßen visuellen Design glänzt die Serie vor allem durch die ebenso moderne Anpassung der Charaktere und deren großartige Besetzung: Die Mutter ist ein Kontrollfreak, der Vater ein Draufgänger und emotionales Zentrum der Familie, die Töchter ziemlich unter Leistungsdruck und Will das verhätschelte Baby der Familie Robinson. 

Black-Mirror_S4_Black-Museum_Netflix_02 | © Netflix

2. Black Mirror (Staffeln: 6)

Die britische Anthologie-Serie ist eine ebenso düstere wie herausragende Sci-Fi-Serie, die kein optimistisches Bild der Zukunft zeichnet. Im Zusammenhang mit "Black Mirror" wird oft von Techno-Paranoia gesprochen. Das passt. Denn in jeder abgeschlossenen Geschichte geht es um die fatalen Auswirkungen moderner Technologien auf unser Leben. Die düsteren Geschichten sind deshalb so bedrückend, weil sie nicht in einer fernen Zukunft spielen, sondern die Folgen bereits bekannter Technologien nur ein wenig weitergedacht werden. Diese Dystopien fühlen sich so nahe und authentisch an, weil sie tatsächlich übermorgen passieren könnten. Bedrückend ist auch, dass es meist nicht die Technologien selbst sind, die ins Verderben führen, sondern unser falscher Umgang damit. Es sind unsere menschlichen Schwächen und Abgründe, die uns in "Black Mirror" letztendlich zu Fall bringen. 

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1. Altered Carbon (Staffeln: 2)

"Altered Carbon – Das Unsterblichkeitsprogramm" ist die beste Cyberpunk-Serie aller Zeiten – das gilt zumindest für die erste Staffel dieser großartigen Science-Fiction-Serie von Netflix auf Basis der drei "Takeshi Kovac"-Romane von Richard Morgan. Im Mittelpunkt steht in jeder Staffel eine abgeschlossene Geschichte rund um den Supersoldaten Takeshi Kovac, der im Körper von Joel Kinnaman (Staffel 1) und Anthony Mackie (Staffel 2) gegen seine Widersacher kämpft.

Während die erste Staffel eine geniale Hard-Boiled-Detective-Story im Neo-Noir-Stil von "Blade Runner" erzählt, ist die zweite Staffel eher ein Action-Abenteuer im Stil von "Total Recall". Anders, aber genauso gut. Die Serie spielt in einer dystopischen Zukunft, in der die Menschheit den Tod mittels Digitalisierung überwunden hat. Jeder Mensch hat in seinem Nacken ein "Stack" implantiert, auf dem Persönlichkeit und Erinnerung gespeichert werden. Wer stirbt, überträgt sein Bewusstsein einfach in einen neuen Körper, die sogenannten "Sleeves". Das hat der Menschheit bei der Besiedelung des Weltalls zwar einen Turbo-Boost verliehen, aber auch ein korruptes Gesellschaftssystem hervorgebracht. Denn nur die Reichen und Mächtigen können sich ständig neue Körper leisten und ewig leben. Leider hat sich Netflix gegen eine Verfilmung des dritten "Takeshi Kovac"-Romans entschieden.