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Die besten Teenie-Slasher aller Zeiten | © MUBI

Die besten Teenie-Slasher aller Zeiten

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Slasher-Horrorfilme sind der blutige Beweis: Teenager haben's schwer – eine Genre-Chronologie im Rückwärtsgang.

Der Teenie-Slasher ist ein relativ junges Subgenre des Horrorfilms. Horror ist hingegen eines der ältesten und populärsten Filmgenres. Der wahrscheinlich erste Horrorfilm war der französische Stummfilm "Das Haus des Teufels" im Jahr 1896, übrigens auch der erste Vampirfilm. In den frühen Tagen des Kinos waren Horrorfilme wie "Nosferatu" (1922), "Frankenstein" (1931), "Dr. Jekylll und Mr. Hyde" und "King Kong" oft sogar Kunst- und Experimentalfilme. Von Anfang an wurden im Horrorfilm die Grenzen verschiedener Filmgattungen überschritten und miteinander vermischt.

Erste Teenie-Slasher tauchten nicht vor den 1970er-Jahren auf. Seit "Halloween" (1978) und nach einer ersten Blütezeit in den 80er-Jahren hat sich der der Teenie-Slasher zu einem populären Subgenre gemausert, das immer wieder starke Lebenszeichen von sich gibt. 

Halloween_jamie-lee-curtis_ConcordeFilm_movie_01 | © Concorde Film

Was macht einen Teenie-Slasher aus?

Was einen Teenie-Slasher auszeichnet, ist gar nicht so einfach festzulegen. Die Kriterien werden immer wieder anders definiert. Für uns sind folgende Merkmale wichtig:

  • Teenager oder junge Erwachsene: Im Mittelpunkt stehen immer junge Charakteren, nämlich meistens Schüler oder Studenten. Der Schauplatz der Handlung ist daher oft eine Schule (Highschool) oder eine Universität (College). Beliebte Handlungsorte sind auch abgelegene Plätze in ländlicher Umgebung wie z.B. ein Ferienhaus oder eine Waldhütte. Es mixen sich also Elemente von Coming-of-Age-Drama, RomCom und Highschool-Filmen mit Horror-, Thriller-, Splatter- und Schocker-Elementen.
     
  • Gruppe, Klasse, Clique, Freundeskreis: Der Ort ist aber nicht so wichitg wie die Gruppe. Wichtig für einen Teenie-Slasher ist, dass es sich (in den allermeisten Fällen) um mehrere Teenager handelt. Alles dreht sich also um eine Gruppe von Menschen, meist ein Freundeskreis, eine Clique, eine Klasse, manchmal auch Arbeitskollegen. Auf jeden Fall gibt es irgendeine soziale Verbindung zwischen den Opfern, die ins Visier des Killers geraten.
     
  • Bodycount und Serien-Killer: Es kommt nicht nur zu einem einzigen Mord, sondern zu einer ganzen Serie von brutalen Morden. Der erste Mord ist nur der Auftakt zu einem Bodycount: ein Teenager nach dem anderen fällt einem mysteriösen Serien-Killer zum Opfer. 
     
  • Mysteriöse Masken-Killer: Der unbekannte Serienkiller ist natürlich ein Psychopath, aber anders als etwa in Serienkiller-Filmen wie "Psycho" oder "Das Schweigen der Lämmer" tragen die Killer in einem Slasher (meist) eine markante Maske. Ihre Identität ist also nicht bekannt. Dadurch kommt auch das Element des "Whodunit"-Krimis ins Spiel: Es geht auch um die Frage Wer ist der Mörder? Im Gegensatz zum "Murder Mystery"-Krimi steht hier aber nicht der Polizei-Ermittler ("Detective") im Fokus der Handlung, sondern die jugendlichen Opfer.
     
  • Aufschlitzen mit Messern, Äxten und Haken: Der maskierte Mörder hat es gerne blutig und tötet daher so gut wie immer mit scharfen und spitzen Gegenständen, meist mit großen Messern, spitzen Haken, scharfen Äxten oder anderen bedrohlichen "Schlitzer"-Werkzeugen (engl. "slash" = schneiden/ schlitzen). Schusswaffen sind eher eine Notlösung.
    In einigen Fällen handelt es sich zwar um einen dämonischen oder sonst irgendwie übernatürlichen Mörder, aber auch sie schlitzen ihre Opfer meist sehr blutig auf: z.B. mit Klauen oder Krallen und im ikonischen Fall von Freddy Krueger mit einem Messer-Handschuh.
    Ähnlich aufgebaute Horrorfilme, in denen eine Gruppe von Teenagern von Dämonen, Vampiren, Zombies, Aliens oder anderen Monstern gekillt wird, sind streng genommen keine Teenie-Slasher, sondern schlicht Teenie-Horrorfilme (z.B. "Cabin Fever", "Zombiber", "The Cabin in the Woods" und "All Cheerleaders Die"). 
     
  • Es gibt ein "Final Girl": So gut wie immer gibt es nur einen einzigen Überlebenden des Massakers, das der Maskenkiller anrichtet. Dabei handelt es sich immer um eine Frau, weshalb vom "Final Girl" die Rede ist. Sie ist meist ein unschuldiges, oft auch jungfräuliches Opfer, das in der Gruppe meist auch eine Außenseiter-Rolle eingenommen hat. 
     

 

Die besten Teenie-Slasher: Now and then!

Auf Basis dieser Kriterien haben wir unsere STREAMO-Tipps für Einsteiger zusammengestellt, die auch als Genre-Chronologie im Rückwärtsgang für Teenie-Slasher-Fans gelesen werden können. 

 

Teenage-Sex-and-Death-Camp-Miasma_2026_Mubi-PlanB_01 | © MUBI

Teenage Sex & Death at Camp Miasma (2026)

Streng genommen eher eine queere Persiflage und Neuinterpretation des Genres – aber für Slasher-Fans dennoch ein Freudenfest: Die lesbische Regisseurin und Drehbuchautorin Kris Williams (Hannah Einbinder) soll dem legendären 80er-Jahre-Slasher-Horror-Franchise rund um den Maskenkiller "Little Death" neues Leben einhauchen. Kris ist tatsächlich ein Fan der Horrorfilme und will nach unzähligen schlechten Fortsetzungen einen guten Film abliefern. Darum will sie die zurückgezogen lebende Schauspielerin Billy Presley (Gillian Anderson) für ihr Projekt gewinnen, die im ersten Film das überlebende "Final Girl" gespielt hat. Doch das Kennenlernen verläuft ganz anders als es sich Kris vorgestellt hat. Bald findet sich die queere Filmemacherin in einer wahnwitzigen Welt aus Angst und Begierde wieder, in der sich Realität und Fiktion zu einem blutigen Gemenge vermischen. 

Thanksgiving_2024_Sony_03 | © Sony Pictures

Thanksgiving (2023)

Ein Jahr nachdem in der Stadt Plymouth zu Thanksgiving ein Tumult in einem Kaufhaus zwei Menschenleben gekostet hat, taucht ein mysteriöser Serienkiller auf. Der als Pilger maskierte Killer fordert Vergeltung für die Vorkommnisse vor einem Jahr, die als Unfall betrachtet werden. Bald wird klar, dass Jessica Wright (Nell Verlaque) und ihre Freunde im Visier des Mörders stehen. Sie haben den Tumult damals ausgelöst, weil sie sich an den wartenden Menschenmassen vorbei in das Kaufhaus geschlichen hatten.

"Thanksgiving" ist nach "Hobo with a Shotgun" (2011) und "Machete" (2020) schon der dritte Film, der auf einem der fünf Fake-Trailer aus dem Grindhouse-Double-Feature (Planet Terror und Death Proof) von Robert Rodriguez und Quentin Tarantino aus dem Jahr 2007 beruht. Regisseur Eli Roth ("Hostel") macht daraus ein blutig-brutales Retro-Trash-Spektakel, das all jenen Spaß machen wird, denen durchgestylter Blumhouse-Horror zu steril ist. 

"Thanksgiving" ist als Leihangebot bei Prime Video verfügbar.

X_film_Ti-West_2022_still1_Polyfilm | © A24

X (2022)

Der Horrorfilm von Writer/Director Ti West ist eine von der Kritik vielgelobte Reminiszenz an legendäre Slasher Movies wie "Texas Chainsaw Massacre" und andere Horror-Ikonen. Im Mittelpunkt steht – wie sollte es anders sein –  eine Gruppe junger Menschen aus der Stadt, die auf dem Land in mörderische Gesellschaft geraten. Abgesehen davon, dass Jugend und Schönheit (und deren Verlust) packende Themen des Films sind, bietet "X" auch ein interessantes "Film-im-Film"-Szenario:

Im Jahr 1979 wollen Nachwuchs-Filmemacher auf einer abgelegenen Farm einen Film mit dem Titel "Die Farmerstochter" drehen – einen Porno mit Niveau, um genau zu sein. Aus Rücksicht auf die konservativen Landbewohner erwähnt das Team gegenüber den Farmleuten, einem alten Ehepaar, nichts von ihrem pornografischen Machwerk. 

Aus dem "X" ist inzwischen der Mittelteil einer Slasher-Trilogie geworden mit dem Prequel "Pearl" (2022) und dem Sequel "MaXXXine" (2024), in denen immer Mia Goth die Hauptrolle spielt. 

"X" ist bei MGM+ und anderen Prime-Channels im Programm, "Pearl" steht als Leihangebot zur Verfügung. "MaXXXine" ist zurzeit bei Sky / WOW zu sehen. 

Fear_Street_C058C003_190411_R42R_1 | © Netflix

Fear Street: 1994/ 1978/ 1666 (2021)

Die "Fear Street"-Trilogie ist eigentlich eine Grusel-Serie mit drei zusammenhängenden Episoden in Spielfilm-Länge. Die einzelnen Teile sind stimmige Referenzen an verschiedene Horror-Subgenres, wobei in den ersten beiden Filmen ganz eindeutig das Slasher-Genre im Mittelpunkt steht:

Im ersten Film werden Deena Johnson (Kiana Madeira) und ihre Freundin Sam (Olivia Scott Welch) im Jahr 1994 von Serienkillern attackiert, die offenbar selbst Opfer eines Fluches wurden. Der Versuch von Deena und ihren Freunden, den Fluch zu brechen, führt im zweiten Teil ins Jahr 1978 zu den Ereignissen des örtlichen Massakers in Camp Nightwing. Der dritte Teil spielt teilweise im Jahr 1666, wo eine Hexen-Hinrichtung sich als die Wurzel allen Übels im Jahr 1994 herausstellt. "Fear Street" ist also ein abenteuerlicher Mix aus Slasher-, Hexen-, Mystery- und Zeitreise-Film. 

Die drei Teile von "Fear Steet" (1994 - 1978 - 1666) sind bei Netflix im Programm. 

FREAKY_film_UPI_2535_D021_00144R | © UPI Media

Freaky (2020)

Wie schon mit "Happy Deathday" gelingt Blumhouse Productions auch mit "Freaky" ein fantastischer Genre-Mix, diesmal aus Teenie-Slasher und Body-Switch-Komödie: Der "Blissfield Butcher" (Vince Vaughn), ein berüchtigter Serien-Killer, treibt sein Unwesen in der Stadt. Als die 17-jährige Millie Kessler (Kathryn Newton) sein nächstes Opfer wird, aktiviert der Killer unabsichtlich einen Körpertausch-Fluch. Millie wacht geschockt im Körper ihres Mörders auf, während der Killer seine Freude an ihrem jungen Körper hat. Ihr bleiben 24 Stunden, bevor der Körpertausch unumkehrbar wird. Herrliche Teenie-Slasher-Parodie, die vor allem lustig ist, aber auch spannende Momente hat. 

"Freaky" ist als Leihangebot bei Prime Video verfügbar. 

Die-letzte-Party-deines-Lebens_UPI-Gebhardt-Productions_01 | © UPI / Gebhardt Productions

Die letzte Party deines Lebens (2018)

Der Teenie-Slasher aus Österreich ist zwar relativ unblutig, aber dafür spannend und unterhaltsam: Julia (Elisabeth Wabitsch) und ihre Klasse haben endlich die Matura geschafft. Auf einer Partyinsel in Kroatien ist nun Feiern bis zum Umfallen angesagt. Nach einem Streit verschwindet plötzlich die beste Freundin von Julia. Bald wird klar, dass ein mysteriöser Killer sein Unwesen treibt. Für Julia und ihre Freunde gilt es nun zu verhindern, dass sie wortwörtlich zur Partyleiche werden. 

"Die letzte Party deines Lebens" ist als Leihangebot bei Prime Video verfügbar und im Prime-Channel Midnight Factory enthalten. 

Happy-Deathday_UPI_film_01 | © UPI Media

Happy Deathday (2017)

Teenie-Horror meets Zeitschleifen-Komödie: Die Studentin Tree (Jessica Rothe) wird an ihrem Geburtstag von einem maskierten Killer ermordet. Danach wacht sie immer wieder am Morgen ihres eigenen Todestages auf, um im Laufe des Tages wieder ermordet zu werden. Immer und immer wieder. Um aus der fatalen Zeitschleife zu entkommen, muss sie den Mörder finden. Einmal mehr mixt Blumhouse hier zwei Genres zu einer ebenso spannenden wie amüsanten Slasher-Version von "Und täglich grüßt das Murmeltier". Mit "Happy Deathday 2U" (2019) gibt's auch eine nicht mehr ganz so gute, aber immer noch sehr amüsante Fortsetzung.  

"Happy Deathday" ist zurzeit bei Prime Video im Programm, die Fortsetzung leider nur als Leihangebot verfügbar.

Tucker-Dale-vs-Evil_film_Leonine_01 | © Leonine

Tucker & Dale vs. Evil (2010)

Köstliche Horror-Komödie, die als Parodie auf klassische Teenie-Slasher wie "Freitag der 13." und "Texas Chainsaw Massacre" zu verstehen ist: Die beiden gutmütigen Landeier Tucker (Alan Tudyk) und Dale (Tyler Labine) wollen der hübschen Studentin Allison (Katrina Bowden) nur bei einem Unfall zu Hilfe eilen. Doch ihre Freunde halten die harmlosen Landeier für einheimische Psycho-Killer. Das kommt davon, wenn man zu viele Slasher-Filme schaut! Was folgt ist eine ebenso blutige wie lustige Slapstick- & Splatter-Komödie voller Missverständnisse und unglücklicher Zufälle. Wahrlich zum Totlachen! 

"Tucker and Dale vs. Evil" ist bei Amazon Prime Video im Prime-Channel Home of Horror zu sehen. 

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In 3 Tagen bist du tot (2006)

Der durch "Scream" im Jahr 1996 ausgelöste Teenie-Slasher-Boom erreichte über zehn Jahre später auch Österreich. "In drei Tagen bist du tot" von Regisseurs Andreas Prochaska ("Das finstere Tal") wurde mit Laiendarstellern gedreht und ist Österreichs erster kommerziell erfolgreicher Teenie-Slasher: Eine Clique erhält seltsame SMS-Nachrichten mit dem Text "In 3 Tagen bist du tot!". Die Freunde tun die SMS als schlechten Scherz ab. Doch am nächsten Tag wird der Freund von Nina (Sabrina Reiter) tot im Traunsee gefunden. 

"In drei Tagen bist du tot" ist bei WatchAUT im Programm. 

All-the-Boys-love-Mandy-Lane_film_Senator_01 | © Senator Film

All the Boys Love Mandy Lane (2006)

Mandy Lane (Amber Heard) ist die unnahbare Highschool-Schönheit, die alle anhimmeln. Ein Jahr nachdem es einen tödlichen Unfall gab, weil ein Junge Mandy beeindrucken wollte, wird sie von ihrer Mitschülerin Chloe (Whitney Able) auf eine Party eingeladen. Die Party findet auf einer abgelegenen Farm statt. Mandy lässt sich überreden, mitzukommen. Für einige Jungs ist es die ideale Chance, um der Highschool-Schönheit näher zu kommen. Was als harmloser Ausflug, beginnt, wird aber bald zum Horrortrip als ein mysteriöser Killer die Gruppe attackiert. 

"All The Boys Love Many Lane" ist zurzeit nur bei Maxdome als Stream verfügbar.

House-of-Wax_film_Warner_01 | © Warner Bros

House Of Wax (2005)

Das Slasher-Remake des Horrorklassikers "Das Wachsfigurenkabinett" (1933) bekam beim Kinostart ziemlich schlechte Kritiken. Das führen wir aber vor allem auf das damals wohl hippe Paris-Hilton-Bashing zurück, denn heute ist der Teenie-Slasher ein echtes "Guilty Pleasure"! Worum geht's: Aufgrund einer Autopanne muss eine Gruppe von Freunden im kleinen Ort Ambrose einen Stopp einlegen. Aus Langeweile besuchen sie ein Wachsfigurenkabinett im Ort, in dem aber zu ihrer Überraschung keine Nachbildungen prominenter Menschen zu sehen sind. Den schrecklichen Grund dafür hätten die Freunde wohl lieber nie erfahren. 

"House of Wax" ist als Leihangebot bei Prime Video verfügbar. 

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The Texas Chainsaw Massacre (2003)

Erin (Jessica Biel) und ihre Freunde Kemper (Eric Balfour), Morgan (Jonathan Tucker), Andy (Mike Vogel) und Pepper (Erica Leerhsen) müssen im Jahr 1973 in einem kleinen Kaff im hintersten Texas Halt machen. Dort werden die jungen Leute zu Opfern eines psychopathischen Familienclans, zu dem auch der Sheriff des Ortes gehört.

Mit dem Hochglanz-Remake des Slasher-Kultfilms leitete Produzent Michael Bay im Jahr 2003 eine Remake-Welle ein. In den Jahren darauf folgten Remakes von Halloween (2007), Prom Night (2008), Freitag der 13. (2009), Nightmare on Elm Street (2010), Fright Night (2011) und Carrie (2013), die aber – vielleicht von "Fright Night" abgesehen – allesamt nicht an die meisterhaften Originale herankommen. 

"Michael Bay's The Texas Chainsaw Massacre" ist zurzeit nur als DVD/Blu-ray erhältlich. 

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Düstere Legenden (1998)

"Urban Legend", so der Originaltitel, verknüpft die Morde eines mysteriösen Serien-Killers gekonnt mit gruseligen Alltagsgeschichten von schrecklichen Vorfällen, so genannten urbanen Legenden. Die Handlung hält einige überraschende Wendungen und blutige Splatter-Szenen bereit. Auch die Besetzung mit Rebecca Gayheart, Alicia Witt, Jared Leto und Horror-Ikone Robert Englund kann sich sehen lassen. 

"Düstere Legenden" ist als Leihangebot bei Prime Video verfügbar.

Ich-weiß-was-du-letzten-sommer-getan-hast_1997_Sony_01 | © Sony Pictures

Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast (1997)

Der Teenie-Slasher mit Sarah Michelle Gellar ("Buffy") ist einer der erfolgreichsten Vertreter des von "Scream" ausgelösten Slasher-Booms der späten 90er-Jahre: Die vier Studenten Helen (Gellar), Julie (Jennifer Love Hewitt), Ray (Freddie Prinze Jr.) und Barry (Ryan Phillippe) werden an ihrem ersten Jahr an der Uni von einem geheimnisvollen Killer bedroht, der ihr dunkelstes Geheimnis kennt. Im Sommer des Vorjahres haben die vier Jugendlichen einen Mann bei einem Autounfall angefahren und seine Leiche ins Meer geworfen. Doch wer ist der Killer, der offenbar auf Rache aus ist? 

"Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" ist zurzeit bei RTL+ und dem Prime-Channel Home of Horror zu sehen. 

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Scream – Schrei! (1996)

Horror-Regisseur Wes Craven ("A Nightmare on Elm Street") hat mit "Scream" zwanzig Jahre nach "Carrie" (1976) und fast ein Vierteljahrhundert nach "Das letzte Haus links" (1972) wieder einen Genre-Kultfilm abgeliefert. Worum geht's? In der Kleinstadt Woodsboro treibt wieder einmal ein maskierter Serienkiller sein Unwesen, der es auf die Schülerin Sidney (Neve Campbell) abgesehen hat. Das Motiv und die Identität des Killers sind ein Rätsel, doch die durch Horrorfilme abgebrühten Teenies kann nichts mehr so leicht erschrecken.

"Scream" ist keine Parodie, macht sich aber über die immer gleichen Genre-Muster lustig. Diese werden selbstreferenziell überstrapaziert, so dass aus dem blutigen Gemetzel gleichzeitig ein Heidenspaß für Horrorfilm-Nerds wird. Der im Kino höchst erfolgreiche Horrorfilm hatte nicht nur drei Fortsetzungen, sondern auch eine Wiederbelebung des Genres zur Folge. Die Killer-Maske aus "Scream" hatte bald ähnlichen Kultstatus wie Michael Myers, Freddy Krueger und Jason Vorhees. 

"Scream" ist bei Paramount+ und zurzeit auch beim Prime-Channel Home of Horror zu sehen. 

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A Nightmare on Elm Street (1984)

Der Kultfilm von Wes Craven hat eine ganze Generation um ihren ruhigen Schlaf gebracht. Denn die Horror-Ikone Freddy Krueger (David Englund) attackiert seine Opfer im Schlaf. Im Städtchen Springwood kann die in der Elm Street wohnende Nancy Thompson nicht mehr ruhig schlafen, seit ihre Freundin Tina bestialisch ermordet wurde. Kurz vor Tinas Tod hatten die beiden 15-jährigen Freundinnen denselben Traum von einem entstellten Killer mit Schlapphut, einem grün-rot-gestreiften Pullover und dem ikonischen Klingen-Handschuh.

In "Nightmare – Mörderische Träume" (Original: A Nightmare on Elm Street) schlitzte Freddy zum ersten Mal Teenager im Schlaf auf. Es folgten sechs Fortsetzungen und ein Crossover mit "Freitag der 13." ("Freddy vs. Jason", 2003). 

"Nightmare on Elm Street" ist bei Amazon Prime Video als Leihangebot verfügbar. 

Freitag-der-13_film_Paramount-Warner_01 | © Paramount

Freitag der 13. (1980)

Die Inspiration für diesen Horror-Kultfilm der 80er-Jahre lieferte John Carpenters "Halloween". In den 80ern folgte dem ersten Film im Jahr 1980 beinahe jährlich eine Fortsetzung. Aus der Filmreihe wurde schließlich das langlebigste Horror-Franchise neben "Halloween" – mit ähnlichen Höhen und Tiefen. Im Original treibt ein mysteriöser Serienkiller in einem Sommer-Camp sein Unwesen. Erst ab dem legendären dritten Teil "Und wieder ist Freitag der 13." (1982) trägt der unverwüstliche Jason die Hockey-Maske, die zu seinem Markenzeichen wurde. Zu den Highlights der Filmreihe gehört neben dem legendären Original vor allem der sechste Teil "Freitag der 13. – Jason lebt" (1986). 

"Freitag der 13." ist bei HBO Max im Programm und bei Amazon Prime Video als Leihangebot verfügbar. 

Prom-Night_film_EmbassyPIctures | © Plaion Pictures

Prom Night – Die Nacht des Schlächters (1980)

Schon zwei Jahre nach "Halloween" musste sich Jamie Lee Curtis schon wieder mit einem Psychokiller herumschlagen. An der Highschool geht ein Mörder um, dem mehrere Schüler zum Opfer fallen. Sie alle verbindet ein düsteres Geheimnis. Beim Abschlussball, der "Prom Night", kommt es zum mörderischen Showdown. "Prom Night" gilt wie "Halloween" und "Freitag der 13." als Genrekult, ist aber weniger bekannt. In "Scream" wird der Film zitiert. Vom Remake aus dem Jahre 2008 raten wir hingegen tunlichst ab. 

"Prom Night" (1980) ist zurzeit bei Joyn zu sehen. 

Halloween_jamie-lee-curtis_ConcordeFilm_movie_02 | © Concorde Film

Halloween – Die Nacht des Grauens (1978)

"Halloween" gilt als die Mutter aller Teenie-Slasher. Wie kein anderer Film prägte John Carpenters Meisterwerk den Teenie-Horrorfilm. Laurie, unvergesslich gespielt von Jamie Lee Curtis, war das erste "Final Girl", das später in unzähligen Variationen die Attacke von ebenso vielfältigen Psycho-Killern als letzte Überlebende überstand. Das Stilmittel wurde als zutiefst puritanisch-konservative Moral-Code identifiziert, der in verschiedenen Variationen bis heute das Genre prägt: Während unzüchtige Teenager meist dem Killer zum Opfer fallen, überlebt nur das meist jungfräuliche, pflichtbewusste und auch in Sachen Drogen enthaltsame "Final Girl".

Dem Original von John Carpenter folgten unzählige Fortsetzungen und ein Remake von Rob Zombie (2007), die aber meist nicht an das Original herankommen. Regisseur David Gordon Green knüpfte 2018 mit seiner Halloween-Trilogie direkt an den Orignalfilm von 1978 an und ignorierte alle Fortsetzungen bis dahin: Gelungen ist vor allem der erste Teil "Halloween" (2018), während die Nachfolger "Halloween Kills" (2021) und "Halloween Ends" (2022) schon wieder nachlassen. 

"Halloween" ist zurzeit bei Prime Video im Programm.

Black-Christmas_1974_film_warner | © Warner Bros

Black Christmas (1974)

"Jessy – Die Treppe in den Tod", so der deutsche Titel, ist wie alle Filme vor "Halloween" ein Wegbereiter des Teenie-Slashers. "Black Christmas" wurde zum Horrorkultfilm und weist erstmals das stilprägende Motiv des "Final Girl" auf. Eigentlich ist es ein "Home-Invasion"-Film, in dem sich ein mysteriöser Killer zu Weihnachten Zutritt zu einem Studentinnen-Wohnheim verschafft. Als sein erstes Opfer am nächsten Tag vermisst wird, sind Jessy (Olivia Hussey) und ihre Mitbewohnerinnen alarmiert. Die Polizei widmet dem Fall aber nicht die notwendige Aufmerksamkeit.

Von "Black Christmas" gibt es bereits zwei Remakes, wobei wir das Blumhouse-Remake aus dem Jahr 2019 der Neuverfilmung von 2006 vorziehen. 

"Jessy – Die Treppe in den Tod" ist zurzeit bei Prime Video zu sehen (nur in deutscher Synchronfassung).

Texas-Chainsaw-Massacre_1974_Vortex_02 | © Vortex

Blutgericht in Texas (1974)

"Texas Chainsaw Massacre", so der auch hierzulande bekanntere Originaltitel, von Regisseur und Co-Autor Tobe Hooper weist ebenfalls starke Elemente eines Teenie-Slashers auf. Außerhalb der Nische des Horrorfilms war der Kultfilm allerdings bestenfalls als Skandalfilm bekannt. Hierzulande galt der lose von den Verbrechen des Serienmörders Ed Gein (auf dem auch "Psycho" basiert) inspirierte Film über Jahrzehnte als jugendgefährdende Gewaltverherrlichung. Erst 2011 wurde "Blutgericht in Texas" in Deutschland vom Index gestrichen und ist seither in der ungekürzten Fassung als FSK18-Film erhältlich. Die Handlung dreht sich um fünf Freunde, die im ländlichen Texas an eine psychopathische Familie von Kannibalen gerät. Das bei Horror-Fans wohl bekannteste Familienmitglied ist der schwachsinnige Hüne "Leatherface", der seine Opfer mit einer Kettensäge zerstückelt. 

"Blutgericht in Texas" ist bei Amazon Prime Video als Leihangebot verfügbar. 

Das-letzte-Haus-links_1972_film_Hallmark_01 | © Hallmark

Das letzte Haus links (1972)

Das Spielfilm-Debüt von Horror-Regisseur Wes Craven ist ebenfalls ein US-Pionier des Teenie-Slashers. Erstmals werden Jugendliche in den Mittelpunkt der Handlung gestellt, aber zuletzt übernehmen doch wieder die Erwachsenen das Geschehen. Denn in erster Linie ist der Film aber ein "Rape & Revenge Movie". Zwei entflohenen Verbrecher vergewaltigen und töten die beiden jugendlichen Freundinnen Phyllis und Mari. Später verstecken sich die Flüchtigen zufällig im Haus der Eltern von Mari, die jedoch deren schreckliche Tat bald entdecken. Die Eltern beschließen, blutige Rache an den Mördern ihrer Tochter zu nehmen. 

"Das letzte Haus links" ist sogar als DVD/Blu-ray eine Rarität. Das nicht wirklich empfehlenswerte Remake aus dem Jahr 2009 ist bei Amazon Prime Video als Leihangebot verfügbar. 

 

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